Medizin - Fernstudium & berufsbegleitendes Studium

Sie möchten Medizin als Fernstudium oder berufsbegleitendes Abendstudium studieren? Das ist leider nur bedingt möglich. Warum das so ist, welche Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten es trotzdem gibt und für wen sie sich eignen, erklären wir Ihnen hier.

Medizin als Fernstudium - geht das?

Die schlechte Nachricht direkt vorweg: Der Studiengang Humanmedizin wird nicht als berufsbegleitendes Studium oder Fernstudium angeboten. Grund hierfür sind unter anderem die vielen Praxisveranstaltungen während des Studiums. Es ist nunmal nicht möglich, via Fernstudium einen Körper zu sezieren und die Anatomie zu erlernen. Zudem beinhaltet ein Medizinstudium verschiedene Praktika (genannt Famulaturen), die man mit einem Vollzeitjob natürlich auch nicht absolvieren kann. Auch der theoretische Anteil im Medizinstudium ist so hoch und komplex, dass es unmöglich ist, dies neben einer bestehenden Berufstätigkeit zu erlernen.

Medizin ist einer der anspruchsvollsten Studiengänge, die es in der deutschen Hochschullandschaft gibt. Das Medizinstudium ist extrem Zeit aufwendig und erfordert von den Studierenden volle Konzentration und Fokussierung auf das Studium. Schließlich sollen mit Abschluss des Medizinstudiums praktische Ärzte ausgebildet sein, die Menschen verantwortungsvoll behandeln können.

Fazit: Ein Medizin Fernstudium oder Abendstudium, mit dem man sich zum Arzt ausbilden lassen kann, gibt es nicht. Wohl aber alternative Fernstudiengänge im Bereich Gesundheit sowie Weiterbildungs-Studiengänge für Ärzte und Mediziner.

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Klassische Medizin gibt es natürlich nicht als Fernstudium. Aber die APOLLON Hochschule ist auf Fernstudiengänge im Bereich Gesundheit spezialisiert. Vielleicht sind Studiengänge wie Gesundheitsökonomie oder Präventionsmanagement eine Option?

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Weiterbildungs-Studiengänge für Medizin-Absolventen

Aber: es gibt verschiedenste Studiengänge, die als Weiterbildung für Mediziner gedacht sind und spezielle Bereiche der Medizin beleuchten. Nachfolgend stellen wir Ihnen die verschiedenen berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengänge der Medizin vor und geben Ihnen einen Überblick über passende Anbieter.

Alternativen für Nicht-Mediziner

Für Nicht-Mediziner gibt es außerdem zahlreiche spannende alternative Fern- und Abendstudiengänge im Bereich Medizin und Gesundheit. Wie wär es z. B. mit einem Fernstudium Gesundheitsmanagement, Gesundheitswissenschaft, Pflege oder Physiotherapie?

Wussten Sie, dass...

… jeder Mensch am Tag durchschnittlich 85.000 Gehirnzellen verliert?

… es in unserem Körper 10 Billionen lebende Zellen gibt?

… die rechte Lunge größer ist als die linke?

Medizin: Studiengänge und Infos

Fernstudium oder berufsbegleitendes Präsenzstudium?

Wie erwähnt, gibt es kein Medizin Fernstudium, mit dem man Arzt werden kann. Für Ärzte bzw. Mediziner, die sich weiterbilden wollen, gibt es aber zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten. Dabei haben Sie in vielen Fällen die Wahl zwischen zwei berufsbegleitenden Studienmodellen:

1. ein Fernstudium
2. ein Präsenzstudium

Gerade bei den nebenberuflichen Medizin-Studiengängen überwiegt allerdings die Zahl der Präsenzstudiengänge. Die Anbieter setzen eher darauf, das Wissen in Seminaren und Vorlesungen weiterzugeben, als es per Studienbrief und E-Learning zu vermitteln. Einen kompletten Überblick der Vor- und Nachteile der Studienmodelle finden Sie hier bei uns.

Medizin Fernstudium (bzw. thematisch passende Studienangebote)

Die folgenden Optionen eignen sich u.a. für Mediziner, die sich in bestimmten Bereichen spezialisieren oder weiterbilden möchten. Als Fernstudium wird angeboten:

Medizin als berufsbegleitendes Präsenzstudium

Als Wochenend- oder Abendstudium gibt es vielfältige Optionen. Etwas weiter unten haben wir zudem Beschreibungen verschiedener Studiengänge zusammengefasst:

Nicht-akademische Weiterbildungen

Nicht immer ist ein Bachelor- oder Master-Studium die beste Wahl. Für manchen Berufstätigen ist auch eine kürzere, spezialisierte Weiterbildung evtl. die richtige Option.

Medizin berufsbegleitend: Studiengänge, Voraussetzungen, Kosten, Studieninhalte

Die hier aufgeführten Studiengänge haben die unterschiedlichsten Namen. Damit Sie sich einen Eindruck verschaffen können, was sich dahinter verbirgt, haben wir eine Kurzübersicht erstellt.

  • Medizinpädagogik

    Medizinpädagogen bilden zukünftige Mitarbeiter im Gesundheitswesen aus. Wer Spaß daran hat, (jungen) Menschen etwas beizubringen, ist hier evtl. richtig. Das Studium ist vor allem berufsbegleitend konzipiert, da eine gewisse Mindest-Berufserfahrung sowieso Pflicht ist. Im Medizinpädagogik Studium wird Ihnen sowohl ein umfassendes medizinisches Fachwissen als auch pädagogisches Know-how vermittelt. Ein ähnliches Studium ist übrigens auch die Pflegepädagogik.

    Zu beiden berufsbegleitenden Studiengängen haben wir Übersichten erstellt:

  • Medizinische Radiologie-Technologie

    Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung im medizinischen Bereich hat und sich akademisch weiterbilden möchte, kann sich auch für dieses berufsbegleitende Studium entscheiden. Zu Medizinischer Radiologie gehören nicht nur der Umgang mit Röntgengeräten und Computertomographen, sondern auch das Wissen und Anwendungs-Know-how zu Strahlentherapie, Strahlenphysik und Nuklearmedizin.

  • Medizincontrolling

    Medizincontroller optimieren klinische Abläufe und sichern die Wirtschaftlichkeit von Krankenhäusern. Dabei bilden Sie die Schnittstelle zwischen Medizin und Management und verfügen über umfassende Kenntnisse in den Bereichen Finanzcontrolling, Betriebswirtschaft, Medizinrecht und Medizin. Dieses Studium ist also z.B. für Ärzte geeignet, die in einem MVZ oder Krankenhaus mehr ökonomische Verantwortung übernehmen. Ähnliche Studiengänge sind z.B. Gesundheitsmanagement, Krankenhausmanagement oder auch die klassische BWL.

  • Osteopathie/ TCM

    Als Weiterbildung für Mediziner sicherlich auch nicht uninteressant. Mittlerweile gibt es verschiedene akademische berufsbegleitende Studiengänge, die sich mit der Alternativmedizin beschäftigen. Mit dem Abend- oder Fernstudium bilden Sie sich wissenschaftlich weiter und leisten einen Beitrag zur Professionalisierung der Alternativmedizin. Das Studium in Verbindung mit einer erfolgreichen Heilpraktikerprüfung oder einem Medizinstudium befähigt Sie zu eigenverantwortlichem beruflichem Handeln in Praxen, Krankenhäusern oder neueren Kooperationen integrierter Patientenversorgung.

  • Forensik

    Vielleicht ein ungewöhnlicher Studiengang, den wir bei der Medizin einsortiert haben. Aus folgendem Grund: Die Aufgaben- und Forschungsbereiche liegen u.a. in der Thanatologie (z. B. Leichenschau bei außergewöhnlichen Todesfällen), der Toxikologie, Drogenforschung und -diagnostik, oder forensischen Molekularbiologie (etwa DNA-Untersuchungen). Für zahlreiche dieser Felder sind Mediziner natürlich schon sehr gut mit Basiswissen ausgebildet. Daher könnte ein berufsbegleitendes Studium in diesem Bereich interessant für einen Berufswechsel sein.

  • Medizinmanagement

    Dieser Studiengang ähnelt sehr vergleichbaren Angeboten wie Gesundheitsmanagement. Die Abend- oder Fernstudenten erlernen betriebswirtschaftliches Know-how und Managementkompetenz für Gesundheitsunternehmen. Ziel ist die Ausbildung von Experten für die verschiedenen Aufgaben im Management von großen Praxen, Kliniken, MVZen und Krankenhäusern, die sowohl medizinisches als auch ökonomisches Know-how mitbringen.

Voraussetzungen

Bei so vielen berufsbegleitenden Studienmöglichkeiten gibt es natürlich auch die unterschiedlichsten Zulassungsvoraussetzungen. Wer einen Bachelor sucht, sollte auf jeden Fall entweder das Abitur bzw. die Fachhochschulreife mitbringen oder aber, um auch ohne Abi studieren zu dürfen, bspw. eine passende Berufsausbildung und mehrjährige Berufserfahrung mitbringen.

Unabhängig davon ist teilweise die passende Berufsausbildung eh Pflicht, z.B. bei der Radiologie-Technologie. Dort sollte man eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung als medizinisch-technischer Radiologieassistent vorweisen können.

Bei den Master-Studiengängen, die als Fernstudium oder Abendstudium durchgeführt werden, braucht man ein abgeschlossenes Erststudium, oft entsprechend ein Medizinstudium. Manchmal werden auch noch einige Jahre passende Berufserfahrung gewünscht.

Kosten

Berufsbegleitende Studiengänge werden vorwiegend von privaten Hochschulen oder privaten Tochterfirmen staatlicher Hochschulen angeboten. Dies bringt immer bestimmte Kosten mit sich, meistens fallen Studiengebühren an, die im Schnitt zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegen. Ausreißer nach oben oder unten sind natürlich auch drin.

Karriere und Gehalt

Das Angebot an berufsbegleitenden Medizinstudiengängen ermöglicht Ihnen eine Karriere in einer ganz speziellen medizinische Richtung bzw. Sparte des Gesundheitswesens. So können Sie sich zum Beispiel in den Bereichen Radiologie-Technologie, Osteopathie oder Sportmedizin weiterqualifizieren. Eins muss aber nochmal betont werden: Mit einem Medizin Fernstudium oder Abendstudium werden Sie nicht plötzlich zum Arzt ausgebildet! Das berufsbegleitende Studium richtet sich zwar in erster Linie an Interessenten aus dem Gesundheitswesen, ist aber keine Alternative neben dem Job als Arzt zugelassen zu werden.

Diese Option gibt es in der Medizin nicht, Sie können sich berufsbegleitend nur in medizinischen Bereichen weiterbilden und zusätzliches medizinisches Wissen erlangen. Wenn Sie vorher nicht als Arzt zugelassen waren, ist dies nach einem berufsbegleitenden Studium auch nicht möglich. Wenn Sie hingegen vorher schon als Arzt gearbeitet haben, können Sie sich durch ein Fernstudium oder Abendstudium auf einen konkreten medizinischen Bereich spezialisieren.

Wenn Sie bereits im Gesundheitswesen tätig sind und sich durch ein berufsbegleitendes Studium aus den Bereichen Medizin und Technik oder Medizin und Biowissenschaften weiterqualifizieren, besteht nach dessen Abschluss zudem die Möglichkeit in der pharmazeutischen Industrie oder in IT-Abteilungen von Gesundheitseinrichtungen Karriere zu machen. Mit einem akademischen Abschluss stehen Ihnen dort langfristig leitende Positionen offen.

Im Gesundheitswesen können Sie nach einem berufsbegleitenden Studium mit einem Einstiegsgehalt von ca. 2.500 bis 3.800 Euro brutto im Monat rechnen. Es ist immer schwierig verbindliche Angaben zum Gehalt zu machen, da es viele verschiedene Faktoren gibt, die das Einkommen bestimmen. Es macht zum Beispiel schon einen Unterschied, ob Sie in der IT-Branche oder der Pharma-Industrie arbeiten. Außerdem wird das Gehalt immer individuell von Unternehmen zu Unternehmen festgelegt. 

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