Präsenzstudium oder Fernstudium: Ein Überblick

Ein nebenberufliches Studium kann man grob gesagt in zwei Formen unterteilen: Berufsbegleitendes Präsenzstudium und Fernstudium. Beide Studienformen haben Vor- und Nachteile und weisen zudem ihre ganz eigenen Besonderheiten aus. Sowohl beim Präsenzstudium als auch im Fernstudium gibt es außerdem noch spezifische Unterkategorien. Wir stellen Ihnen hier alle Studienmodelle im Überblick vor!

Fernstudium oder Präsenzstudium: Was ist was?

Oft wird das Wort "Fernstudium" als Synonym für ein berufsbegleitendes Studium benutzt. Dies ist allerdings nicht ganz richtig, denn neben einem Fernstudium gibt es auch die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Präsenzstudiums.  

Beim Präsenzstudium gibt es verschiedene Zeitmodelle. So können Sie abhängig von Ihren persönlichen Umständen die Variante wählen, die Ihnen die größtmögliche Flexibilität neben Beruf und Familie ermöglicht. Folgende Zeitmodelle gibt es beim berufsbegleitenden Präsenzstudium:

  • Abendstudium
  • Wochenendstudium 
  • Teilzeitstudium
  • Blockstudium

Das altgediente und klassische Fernstudium ist dagegen durch das Online-Studium und die Blended Learning-Variante erweitert worden. 

Sie sehen also, dass Sie viele Möglichkeiten haben, auch wenn nicht alle Studiengänge in allen Varianten angeboten werden. All diese Studienmodelle haben auf jeden Fall eins gemeinsam: Sie ermöglichen Ihnen, einen akademischen Studienabschluss neben dem Beruf zu absolvieren.

Im Folgenden erklären wir Ihnen die verschiedenen Modelle noch einmal genauer. Aber Sie finden bei uns natürlich auch die passenden Hochschulen für ein Fernstudium und ein berufsbegleitendes Präsenzstudium:

Erfahrungsbericht

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"Ich habe mich für die AKAD entschieden, da es in den Großstädten verschiedene Prüfungszentren gibt und man dadurch einen geringen Reiseaufwand hat."

Alexander Grünwald, M.Sc. Systemisches Management und Nachhaltigkeit 

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Sie können auch direkt einen Blick in unsere Datenbank werfen und sich dort über passende Hochschulen informieren: 

Präsenzstudium vs. Fernstudium

Berufsbegleitendes Präsenzstudium

Wie der Name es schon verrät, muss man für berufsbegleitende Präsenzstudiengänge an der Hochschule bzw. Akademie präsent sein, also vor Ort am Unterricht teilnehmen. Dabei wird der Großteil der Lehrinhalte ganz klassisch über Vorlesungen oder Seminare vermittelt.

Berufsbegleitende Präsenzstudiengänge können aber auch als Mischform stattfinden, bei dem ein Teil der Inhalte online im Selbststudium erlernt und der Rest an festen Terminen an der Hochschule gelehrt wird. Dadurch ist es manchmal gar nicht so leicht, eine Abgrenzung zum Fernstudium zu machen, bei dem es häufig auch einige wenige Termine mit Präsenzpflicht gibt.

Diese Modelle gibt es für das Präsenzstudium

Das Abendstudium

Ein symbolischer Mond mit Wolke und Sternen ist zu sehenDer Name ist bei den meisten Abendstudiengängen eigentlich nicht ganz richtig. Denn meistens sind Abendstudiengänge eine Kombination aus Lehrveranstaltungen in der Woche (abends) und am Wochenende (tagsüber).

Ein typischer Studienalltag im Abendstudium sieht zum Beispiel so aus:
Dienstags und donnerstags besucht man nach der Arbeit von 18:00 bis 21:00 Uhr die Vorlesungen. Dazu kommen Veranstaltungen am Wochenende, zum Beispiel samstags von 10:00 – 16:00 Uhr.

Die Klausuren sind überwiegend in schriftlicher Form und abends bzw. am Wochenende in der Hochschule zu schreiben. Dabei kann die Klausur eines Seminars auch schon mal unmittelbar nach Abschluss der jeweiligen Unterrichtseinheit erfolgen, so dass die Belastung zum Semesterende hin vermindert wird. Dazu kommen Hausarbeiten und Referate, die in der freien Zeit vorzubereiten sind.

Abendstudium

Das Wochenendstudium

Ein symbolisch gezeichneter Kalender, auf dem "Freitag Samstag Sonntag" stehtDas Wochenendstudium unterscheidet sich nur in geringem Maße von Abendstudium. Es kann aber durchaus sein, dass die Lehrveranstaltungen von Freitag bis Sonntag ganztägig stattfinden. Dann brauchen Sie entweder an dem jeweiligen Freitag Urlaub oder einen Arbeitgeber, der Ihnen passende Freiräume zur Weiterbildung einräumt.

Bei einem Wochenendstudium sind Sie auch nicht so sehr auf die Nähe zu Ihrem Arbeits- oder Wohnort angewiesen, da die Blockveranstaltungen meist nur 1x im Monat oder sogar nur alle zwei Monate stattfinden und sich dementsprechend auch größere Entfernungen einrichten lassen (zum Beispiel durch Buchung eines Hotels vor Ort).

Wochenendstudium

Das Teilzeitstudium

Eine symbolisch gezeichnete Uhr, die nur zur Hälfte zu erkennen istEin Teilzeitstudium wird vor allem an staatlichen Universitäten und Hochschulen angeboten. In manchen Bundesländern wurde die Einführung dieser flexibleren Studienmodelle (im Gegensatz zum "normalen" Vollzeitstudium) sogar per Hochschulgesetz forciert.

Wer in Teilzeit studieren möchte, braucht

a) eine Hochschule, die ihr Studienangebot entsprechend ausgerichtet hat und

b) einen Grund, warum man auf diese Weise studieren möchte. Das muss aber nicht nur eine Berufstätigkeit, sondern kann auch die Pflege von Angehörigen oder die Erziehung eines Kindes sein.

Bei einem Teilzeitstudium wird dann auf Antrag die vorgesehene Studiendauer auf das Doppelte verlängert, so dass man dementsprechend nur noch die Hälfte der Vorlesungen besuchen muss. Der Vorteil dieser Variante: Es steht oft nahezu das gesamte Spektrum an Studiengängen einer Uni oder Hochschule zur Verfügung.

Aber Achtung: Man besucht die normalen Vorlesungen der Vollzeitstudierenden und diese liegen meistens vor- und/oder nachmittags.

Teilzeitstudium

Das Blockstudium

Ein symbolischer Kalender ist zu erkennenEs gibt auch berufsbegleitende Studiengänge, bei denen der Unterricht immer über einen bestimmten Zeitraum (zum Beispiel eine Woche lang) ganztägig stattfindet. Die Vorlesungen werden also kompakt in Blöcken vermittelt, meist 2 - 4 Mal pro Semester. Für dieses Modell ist es wichtig zu wissen, ob Sie genug Urlaubstage haben oder Unterstützung vom Arbeitgeber erhalten.

Blockstudium

Fernstudium

Während die Inhalte im berufsbegleitenden Studium früher fast ausschließlich durch dicke Lehrbücher und umfangreiche Studienhefte vermittelt wurden, hat die Digitalisierung auch dem Bildungssektor zu ganz neuen Möglichkeiten verholfen. 

So wurde das Fernstudium nach und nach immer mehr zu einem Onlinestudium. Die meisten Hochschulen verfügen mittlerweile über einen Online-Campus, auf dem Sie sich die Lehrinhalte ansehen oder anhören und mit Dozent/innen und Komiliton/innen in Kontakt treten können.

So bleiben Sie weiterhin zeitlich flexibel und ortsunabhängig, Sie brauchen lediglich einen Laptop, PC, Tablet etc. Wenn Sie möchten, können Sie also getrost auf die dicken Studienhefte verzichten. 

Durch die Digitalisierung gibt es mittlerweile also auch beim Fernstudium verschiedene Studienmodelle:

Das klassische Fernstudium

Ein symbolisches Buch ist zu erkennen, welches aufgeschlagen ist und in das ein Stift schreibtBeim Studium an einer Fernhochschule erhält man die Lernunterlagen sowie zum Teil auch Prüfungen gedruckt per Post. Die AKAD University formuliert es beispielsweise so: "Ihre Studienbriefe bekommen Sie bequem nach Hause geliefert – direkt in Ihren Briefkasten."

Wie funktioniert ein Fernstudium? Generell wird ein Fernstudium meist zu Hause im Selbststudium absolviert. Der Studierende entscheidet dabei eigenständig, wann welche Lektionen gelernt werden. Somit ist durch das räumlich ungebundene Lernen eine sehr flexible Zeiteinteilung möglich. Manchmal gibt es allerdings, je nach Aufbau des Studiums, auch Präsenztermine an der jeweiligen Einrichtung bzw. dem dazugehörigen Studienzentrum. Sie dienen der Kontrolle des Lernfortschritts (= Ablegen von Prüfungen) und auch dem direkten Kontakt mit Tutoren und Mitstudenten.

Fernstudium

Das Online-Studium

Ein symbolisch gezeichnetes Tablet ist zu erkennen, welches von einer Hand bedient wirdEin Online-Studium ist grob umrissen ein Fernstudium, welches auf die gedruckten Unterlagen komplett verzichtet. Man erhält als Studierender einen Zugang zum Online-Campus und findet dort alle Lernmaterialien vor. Neben den schriftlichen Materialien gibt es Unterstützung durch Webinare (quasi Vorlesungen via Webcam), Lern-Videos oder aufgezeichnete Vorlesungen.

Da auch die traditionellen Fernhochschulen schon einen Teil der Lehrinhalte über Online-Plattformen abwickeln, wird ein Online-Studium in den nächsten Jahren sicherlich das klassische Fernstudium ablösen.

Online-Studium

Blended Learning

Symbol eines Laptops, auf dem Bildschirm des Laptops ist eine grafisch dargestellte Person mit Sprechblase zu erkennenUnter diesem Begriff werden berufsbegleitende Studiengänge geführt, die auf eine Kombination aus Fern- und Präsenzstudium setzen. Die Vorlesungen an der Hochschule oder Akademie werden online mit Hilfe von Videos und Lernunterlagen vor- und nachbereitet. Viele berufsbegleitende Studiengänge, die in den letzten Jahren neu konzipiert wurden, setzen auf solch ein Modell. Ob der Präsenz- oder Fernstudienanteil überwiegt, liegt in der Programmgestaltung seitens der Hochschule.

Blended Learning

Für wen eignet sich welche Studienform?

Um das richtige Modell zu finden, sollte man sich verschiedene Fragen ehrlich beantworten:

  • Kann ich alleine aus Büchern oder digitalen Unterlagen lernen oder bin ich jemand, der besser im Dialog mit anderen lernt?
  • Ist es mir möglich, jede Woche bzw. alle x Wochen an einem bestimmten Ort zu sein oder bin ich z.B. beruflich oft zu diesen Zeiten unterwegs?
  • Gibt es in meiner Umgebung überhaupt berufsbegleitende Präsenzstudiengänge, die mich interessieren?

Egal, welche Variante man bevorzugt, die meisten berufsbegleitenden Studienangebote dauern drei bis sechs Jahre (je nachdem, ob ein Diplom-, Bachelor-, Master- oder MBA-Studium absolviert wird).

Ob man nun eher der Typ ist, der sich dadurch motivieren lässt, dass er zur persönlichen Präsenz und einem geregelten Lernablauf sanft gezwungen wird oder am liebsten frei von Ort und Zeit berufsbegleitend aus Unterlagen lernt, muss jeder ehrlich für sich selbst entscheiden.

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