Berufsbegleitende Studienmodelle: Blended Learning

Die zunehmende Digitalisierung macht natürlich auch nicht vor der Lehre hat. Immer mehr Lehrformen setzen auf Unterstützung durch digitale Angebote. In den letzten Jahren hat sich hierfür der Begriff des Blended Learning durchgesetzt. Er bezeichnet die Verknüpfung von Offline- und Online-Studienunterlagen. Wir haben einen Überblick der grundlegenden Infos und Studiengänge, die im Modell Blended Learning absolviert werden können.

„Blended“ heißt auf Deutsch so viel wie „vermischt“. Tatsächlich ist die Vermischung von verschiedenen Lehrformen zu einem Studienkonzept das grundlegende Erkennungsmodell. Vor allem im Fernstudium wird auf immer mehr entsprechende Ansätze geachtet, denn ist ein Unterrichtsvideo erstmal erstellt, kann man es tausenden Fernstudierenden zugänglich machen, ohne den Professor nochmal bezahlen zu müssen.

Diese Form des berufsbegleitenden Studiums ist aber auch für Studierende interessant, da sie zeitlich sehr flexibel sind und statt nur aus Büchern zu lernen auch „lebendige“ Vorlesungen vom Computer aus besuchen können. Nachfolgend finden Sie alles Wissenswerte dazu.

Alle Infos zum Blended Learning Modell

Blended Learning: Grundlegende Infos

Es gibt die unterschiedlichsten Varianten, wie Hochschulen ihre Blended Learning-Studiengänge konzipieren. Mal finden sich mehr Präsenzanteile, als E-Learning-Module, mal ist es genau umgekehrt. Es ist also wichtig, sich bei der Studienwahl genau zu informieren, wann Präsenzzeiten in welchem Umfang stattfinden. Vielleicht können Sie nämlich gar nicht so oft in der Hochschule erscheinen, wie es im Studienplan vorgesehen ist? Oder Sie wollen umgekehrt gar nicht so viel im Selbststudium, sondern lieber mehr gemeinsam mit anderen Studierenden lernen?

Beispiele:

  • Der Master „East European Studies“ an der Freien Uni Berlin kombiniert Fern- und Präsenzstudium: In der Regel findet jedes Modul online als Blended Learning statt, zudem findet zwei Mal pro Jahr ein einwöchiges Blockstudium statt.
  • Der Master „Soziale Arbeit“ an der FH Münster sieht bei seinem Blended-Learning-Ansatz ca. 2/3 Onlinelehre und 1/3 Präsenzlehre vor.
  • Im MBA „Management und Führungskompetenz“ an der FH Rosenheim finden pro Semester 4-5 Präsenzphasen statt. Flankiert werden diese von E-Learning-Modulen.
  • An der RFH Köln finden die Vorlesungen des Masters “Compliance und Corporate Security“ einmal im Monat freitags und samstags statt. Studierende, die nicht vor Ort sein können, haben die Möglichkeit, sich via Internet einzuklinken.

Aufgepasst: Nicht alles, wo Blended Learning drauf steht, bietet auch umfassende Online-Vorlesungen bzw. E-Learning. Der Begriff steht nämlich mittlerweile für ein modernes, zeitgemäßes Studienkonzept, mit dem sich natürlich sämtliche Hochschulen gerne schmücken. Es kommt allerdings dann auf die genaue Verbindung von Präsenz- und Online-Studium an:

  • Stufe 1: Die Blended Learning Inhalte sind nur eine optionale Ergänzung zum Präsenzstudium.
  • Stufe 2: Es gibt verpflichtende digitale Module, aber in geringem Umfang.
  • Stufe 3: Mindestens 40% der Studieninhalte werden über E-Learning vermittelt. Das Blended Learning ist also essentieller Bestandteil.

Achten Sie also, wenn Sie wirklich Wert auf ein Blended Learning Studium legen, auf die richtige und vor allem weitreichende Verknüpfung der Lernformen:

Beispiele für die Gestaltung der Studienabschnitte

Wie Sie auch in den vorherigen Beispielen sehen, gibt es die verschiedensten Arten, wann und wie die Hochschulen die Präsenz- und Selbstlernphasen terminieren.

Ist Blended Learning anerkannt?

Ja! Sie sollten allerdings darauf achten, welchen Abschluss die jeweilige Weiterbildung hat, für die Sie sich interessieren. So bietet das Haus der Technik z.B. Studiengänge als berufsbegleitendes Präsenzstudium an, aber auch Blended Learning-Weiterbildungen.

Wenn Sie ein akademisches Studium mit Bachelor-, Master- oder MBA-Abschluss anstreben, sollten Sie sich vor der Bewerbung informieren, ob der jeweilige Studiengang auch akkreditiert ist. Das ist kein Muss, aber ein Qualitätsmerkmal. Zudem sollte die Hochschule auf jeden Fall staatlich anerkannt sein. Dann ist Ihr Studienabschluss absolut gleichwertig mit einem „klassischen“ Vollzeitstudium.

Für den Gesamtüberblick zum Thema „Anerkennung“ haben wir auch hier alle Infos zusammengestellt.

Voraussetzungen

Es gibt für solch ein berufsbegleitendes Studium nur eine grundlegende Voraussetzung - einen relativ modernen Computer mit schnellem Internetzugang. Ob Sie einer Berufstätigkeit nachgehen oder eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur bzw. die Fachhochschulreife) haben, spielt bei zahlreichen Studiengängen in diesem Modell keine Rolle. Die Hochschulzugangsberechtigung kann man z.B. auch durch eine passende Ausbildung in Verbindung mit mehrjähriger Berufserfahrung oder einer Aufstiegsfortbildung nachweisen. So kann man auch ohne Abitur studieren.

Was kann man über Blended Learning studieren?

Immer mehr Hochschulen schmücken ihre nebenberuflichen Studiengänge mit dem Attribut „Blended Learning“. Dementsprechend wächst auch das Studienangebot recht schnell. Aber wie erwähnt sollten Sie sich genau informieren, welche Anteile die Studienformen haben.

Wo finde ich seriöse Anbieter?

Hier bei uns. In unserer Hochschulübersicht listen wir nur anerkannte Hochschulen und Weiterbildungsinstitute auf. Allerdings sind die unterschiedlichsten Abschlüsse vertreten – achten Sie also auf den passenden Studienabschluss für Ihr Blended Learning Studium.

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