Pflege - Fernstudium & berufsbegleitendes Studium

Suchen Sie seriöse Informationen zu einem berufsbegleitenden Pflegestudium als Abendstudium oder Fernstudium? Nachfolgend finden Sie alles, was Sie wissen müssen. Wir listen alle Studienmöglichkeiten auf und haben auch einen Überblick, welche Studieninhalte im Abend- oder Fernstudium wie Pflegewissenschaft oder Pflegemanagement vermittelt werden.

Das Gesundheitssystem befindet sich in einer Phase großer Veränderungen und damit einhergehend wird auch der Beruf des Pflegers überdacht. Ursprünglich ein reiner Ausbildungsberuf, hat sich die Pflege als Profession weiterentwickelt und an wissenschaftlicher Fundierung gewonnen. Sie wollen nicht nur in der Praxis tätig werden, sondern auch über das nötige medizinische Hintergrundwissen verfügen, um Ihren Patienten eine optimale Behandlung anzubieten? Dann ist der berufsbegleitende Studiengang der Pflegewissenschaft mit seinen zahlreichen Spezialisierungsmöglichkeiten eine gute Option.

Und für alle, die sich auch für die ökonomischen Abläufe interessieren, wäre Pflegemanagement (oder eine passender Schwerpunkt) die richtige Option.

Dass ein berufsbegleitendes Pflegestudium zahlreiche neue Berufschancen bietet, hat das bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung schon im Jahr 2003 herausgefunden. Wie man anhand der Angaben von befragten Absolventen des Studiengangs Pflegemanagement sehen kann, öffnen sich mit dem akademischen Abschluss zahlreiche neue Branchen und Unternehmen:

Wussten Sie, dass...

...nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits mehr als 2,5 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland leben? 2050 werden es schon 4,23 Millionen sein.

...fossile Funde aus dem Mittelpaläolithikum belegen, dass schon zu jener Zeit eine erfolgreiche Behandlung von Unfallfolgen und körperlichen Schäden durch Dritte erfolgte?

...aus dem Alten Orient die ältesten Schriften zu Medizin und Heilbehandlungen, aber auch rechtliche Regelungen für den Arztberuf bekannt sind?

Pflege: Studiengänge und Infos

Fernstudium oder berufsbegleitendes Präsenzstudium?

Nicht bei allen Studiengängen gibt es solch eine große Auswahl wie in der Pflege. Sie haben die Qual der Wahl - nicht nur zwischen den verschiedenen Studiengängen, sondern zunächst auch zwischen den beiden berufsbegleitenden Studienvarianten:

1. Fernstudium
2. Präsenzstudium

Wenn Sie sich erstmal generell einen Überblick über die Unterschiede von Fern- und Präsenzstudium machen wollen, empfehlen wir Ihnen diesen Artikel.

Pflege Fernstudium

Zeitlich gebundene Studieninteressierte, die weniger Wert auf regelmäßige Vorlesungen legen, finden deutschlandweit ziemlich viele Fernstudiengänge – allerdings liegt hier der Fokus vor allem auf dem Pflegemanagement.

Pflege als berufsbegleitendes Präsenzstudium

Im Abend- oder Wochenendstudium gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten, Pflegewissenschaften, Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder andere spannende Pflege-Studiengänge zu studieren.

Pflege als berufsbegleitende Weiterbildung

Es muss nicht immer ein Studium sein. Wer nicht die entsprechenden Voraussetzungen mitbringt oder eine kürzere Weiterbildung in diesem Bereich sucht, kann auch eine nicht-akademische Weiterbildung belegen.

Pflege berufsbegleitend: Voraussetzungen, Kosten, Studieninhalte

Fachkräftemangel, eine alternde Gesellschaft, medizinische Entwicklungen: Das Gesundheitswesen mit seinen komplexen Strukturen und all seinen Herausforderungen stellt hohe Ansprüche an leitende Pflegekräfte. Neben Organisationstalent sind analytische und strategische Kompetenzen Anforderungen, die Pflegemanagerinnen und -manager erfüllen müssen. Pflegewissenschaftler/innen tragen durch ihre Forschung dazu bei, die Systeme zu optimieren und Lösungen zu finden.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Studiengänge und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Pflege, Pflegewissenschaft und Pflegemanagement. Viele davon sind auch berufsbegleitend als Präsenz- oder Fernstudium möglich, denn in der Regel richten sich diese Angebote an Auszubildende oder bereits Berufstätige, wie beispielsweise Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, Hebammen/Entbindungspfleger und Rettungsassistenten mit dem Ziel, leitende Funktionen übernehmen zu können, etwa als Aufnahmemanager, OP-Manager, Primary Nurse oder Pflegefachleitung.

Voraussetzungen

Weil die Pflege ein so praxisorientierter Bereich ist, geht hier fast nichts ohne Praxiserfahrung! So ist eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung in einem Pflege- oder Gesundheitsbereich bei fast allen Studiengängen die erste Voraussetzung, um Pflege studieren zu können. Zweites Kriterium ist ein höherer Schulabschluss, zum Beispiel das Abitur oder alternativ das Fachabitur. Allerdings ist der Zugang zum berufsbegleitendem Pflegestudium auch ohne Abitur/Fachabitur möglich. Wenn Sie nach der Ausbildung zur Pflegefachkraft weitere Jahre Berufserfahrung gesammelt haben, ist ein berufsbegleitendes Pflegestudium auch ohne höheren Schulabschluss möglich. Informieren Sie sich in diesem Fall, wie Ihre Wunsch-Hochschule in diesem Fall verfährt.

Neben dem Beruf zu studieren, bedeutet viel Arbeitsaufwand – es kommt schließlich zu einer Doppelbelastung. Denn neben dem Pflegeberuf, der ohnehin schon anstrengende Arbeitstage beinhaltet, muss in der Freizeit gelernt werden. Disziplin und Motivation sowie gute organisatorische Fähigkeiten, helfen Ihnen gut durch das Studium zu kommen. Für den Berufsalltag ist es vor allem wichtig, teamfähig zu sein und über gute kommunikative Kompetenzen zu verfügen. Denn nach dem Studium steigen Sie möglicherweise in Positionen mit Führungsverantwortung auf. Neben dem Kontakt zu Patienten, Pflegebedürftigen und Angehörigen, kommt es nun auch auf die Gesprächsführung mit Mitarbeitern an.

Kosten

Berufsbegleitende Pflege-Studiengänge werden von staatlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen angeboten. Studiengebühren können aber bei Studiengängen aller drei genannten Träger anfallen. Jedoch bieten viele staatliche Einrichtungen häufig die günstigste Möglichkeit, denn hier fallen teilweise nur die halbjährlich zu zahlenden Semesterbeiträge in Höhe von 200 – 300 Euro an. Ausnahmen gibt es jedoch auch hier: Staatliche Einrichtungen nehmen monatliche Studiengebühren für berufsbegleitende Studiengänge, wenn diese intern an ein privatwirtschaftliches Institut ausgelagert sind. Studiengebühren fallen auf jeden Fall bei privaten Einrichtungen und auch bei manchen kirchlichen Hochschulen an. Die monatlichen Gebühren liegen hier zwischen 300 – 500 Euro. Welche Kosten sonst noch anfallen können, haben wir in unserem Überblick zu den Kosten zusammengestellt.

Studieninhalte

Je nach Ausrichtung (eher wissenschaftlich oder betriebswirtschaftlich orientiert) unterscheiden sich die Inhalte des Studiums. Die nachfolgenden Inhalte stehen aber oft auf dem Lehrplan:

  • Betriebswirtschaftslehre in Gesundheitseinrichtungen
  • Gesundheitsökonomie
  • Personalmanagement
  • Qualitätsmanagement
  • Krankenhausrecht und Quantitative Methoden
  • Evidenzbasierung der Pflege
  • Gesundheitliche Versorgung und pflegerische Betreuung alter Menschen
  • Intra- und interprofessionelle Kooperation und Vernetzung
  • Sozial- und kultursensible Pflege

Aufgrund der vielen beruflichen Möglichkeiten sind auch die Lehrpläne der jeweiligen Hochschulen in der Pflege breit gefächert. Es empfiehlt sich eine genaue Recherche nach dem passenden Studiengang, denn die Studiengänge Pflege, Pflegewissenschaft und Pflegemanagement können sich in ihren Inhalten durchaus stark unterscheiden.

Hier finden Sie alle nebenberuflichen Studiengänge im Bereich Pflege, die es in Deutschland gibt. Sie können nach Fernstudium oder berufsbegleitendem Präsenzstudium sortieren.

47 Hochschulen und Akademien mit passendem Angebot

Nicht das richtige gefunden?

Sie haben hier nicht das gefunden, was Sie gesucht haben? Vielleicht helfen Ihnen unsere anderen Studiengangsbeschreibungen weiter.

Den Komplettüberblick aller berufsbegleitenden Studiengänge in Deutschland finden Sie in unserer

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Alle Fachbereiche auf einen Blick finden Sie unter: www.das-richtige-studieren.de

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