Fernstudium Psychologischer Berater

In diesem Artikel stellen wir Ihnen das Fernstudium Psychologischer Berater vor und bieten Ihnen neben vielen Infos auch eine Übersicht verschiedener Fernstudienanbieter. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich berufsbegleitend ein zweites Standbein aufzubauen oder sich einfach zu einem Thema weiterzubilden, das Sie interessiert.

Wer heutzutage einen Termin bei einem Psychologen oder Psychologischen Berater machen möchte, muss lange Wartezeiten und Wartelisten in Kauf nehmen. Genau das zeigt aber zum einen den enorm gewachsenen Bedarf an Psychologen und Psychotherapeuten, aber auch, dass in den letzten Jahren ein gesellschaftlicher Wandel vonstattengegangen ist, der zunehmend mehr Menschen sich professionelle Hilfe suchen lässt.

Psychologische Berater sind also eine willkommene und notwendige Ergänzung zu den bisherigen therapeutischen Angeboten. Sie sind eine Anlaufstelle für Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen und Krisen befinden, zu viel Stress haben, überfordert sind, sich ausgegrenzt fühlen, in einer sozialen Konfliktlage sind etc. und deswegen Hilfe, Unterstützung und ein offenes Ohr suchen. Aber: Psychologische Berater dürfen keine psychischen Störungen mit Krankheitswert behandeln.

Sie sehen sich in der Rolle des Psychologischen Beraters und ziehen ein Fernstudium in Betracht, um solcher zu werden? Dann sind Sie auf dieser Seite richtig, denn wir stellen Ihnen das Fernstudium Psychologischer Berater vor. Mit einem Fernstudium erhalten Sie allerdings keinen akademischen Abschluss, sondern vielmehr handelt es sich hierbei um einen nicht-akademischen Fernlehrgang. Da der Begriff „Fernstudium“ aber genauso wenig geschützt ist wie die Bezeichnung Psychologischer Berater, darf jede Fernschule ihre Kurse als Fernstudium bezeichnen.

Fernstudium Psychologischer Berater:
Für Menschen da sein

Mit einem Fernstudium Psychologischer Berater Psychotherapeut werden?

Vielleicht sehen Sie das Fernstudium Psychologischer Berater als einen alternativen Weg, um Psychologischer Psychotherapeut zu werden. Falls dem so sein sollte, müssen wir Ihnen diesen Zahn direkt ziehen, denn der Beruf und die Bezeichnung des Psychologischen Psychotherapeuten sind gesetzlich geschützt und geregelt. Um Psychologischer Psychotherapeut zu werden, müssen Sie ein akademisches Psychologie Studium an einer Universität absolvieren, dem sich eine drei- bis fünfjährige Ausbildung anschließt.

Im Gegensatz zum Psychotherapeuten ist die Bezeichnung Psychologischer Berater nicht geschützt und im Prinzip kann sich jeder so nennen – aber genauso sind Bezeichnungen wie Life-Coach, Lebensberater oder Mentor möglich. Entsprechend sind Sie aber auch in Ihrem Handeln eingeschränkt. Sie dürfen zum Beispiel keine Diagnose und Behandlung von psychischen Störungen vornehmen. Ihre Aufgabe als Psychologischer Berater wird es sein, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen, zu begleiten, zu beraten und ihnen mit dem Blick von außen Lösungsmöglichkeiten zeigen. Sie müssen Ihren Klienten gegenüber neutral bleiben.

Studieninhalte

Eine Fernstudentin lernt für den Psychologischen Berater an ihrem Schreibtisch.Im Fernstudium lernen Sie den „psychologischen Werkzeugkasten“ kennen, mit dessen Hilfe Sie später kompetent, lösungs- und ressourcenorientiert bei der Beratung vorgehen können. Damit Sie für alle Fälle vorbereitet sind, lernen Sie die verschiedenen Beratungsanliegen von Klienten kennen, erhalten Einblicke in die psychologische Beratung, werden mit verschiedenen Beratungskonzepten der Psychologie vertraut gemacht und Sie erarbeiten sich, wie Sie individuell für jeden Klienten Ziele und Lösungswege erarbeiten können.

Weitere Themen des Fernstudium Psychologischer Berater sind:

  • Was ist ein Coach, welche Aufgaben hat er?
  • Psychologisches Grundwissen
  • Coaching-Techniken
  • Moderne Kommunikationsformen
  • Gesprächsführung
  • Work-Life-Balance
  • Familie und Partnerschaft
  • Konfliktmanagement und Krisenintervention
  • Systemische Beratung
  • Positive Psychologie
  • Gesetzliche Grenzen
  • Qualitätssicherung und Rahmenbedingungen

Die genannten inhaltlichen Punkte haben wir beispielhaft aufgeführt. Bitte beachten Sie, dass die Inhalte je nach Anbieter unterschiedlich sein können und möglicherweise auch unterschiedlich in die Tiefe gehen.

Um das in der Theorie gelernte Wissen praktisch anzuwenden, bieten die Fernschulen Präsenztage an. Einige sind verpflichtend, andere können Sie optional dazubuchen. Auch hier gilt wieder, dass Sie sich dazu bei den Bildungsanbietern Ihrer Wahl erkundigen.

Passenden Anbieter finden

Wir bieten Ihnen nicht nur Infos zum Fernstudium Psychologischer Berater, sondern wir wollen Sie bei Ihrer Suche auch unterstützen, indem wir Ihnen verschiedene Anbieter auflisten. Alternativ zum Fernstudium listen wir auch Anbieter auf, die einen berufsbegleitenden Präsenzlehrgang zum Psychologischen Berater anbieten.

Voraussetzungen

Die Fernschulen können selbst entscheiden, welche Voraussetzungen sie an die Studieninteressenten stellen. Entsprechend unterschiedlich können die Aufnahmekriterien fürs Fernstudium Psychologischer Berater ausfallen. Wir haben Ihnen hier eine Übersicht zusammengestellt.

Formale Voraussetzungen:

  • Mindestalter 23 bis 25 Jahre (je nach Anbieter)
  • Mittlerer Schulabschluss
  • Abgeschlossene Berufsausbildung
  • Mindestens ein Jahr Berufserfahrung
  • Seelische Stabilität
  • Psychische Gesundheit

Persönliche Voraussetzungen:

  • Lebenserfahrung
  • Freude im Umgang mit Menschen
  • Interesse am Menschen
  • Offenheit und Unvoreingenommenheit
  • Neugierde
  • Gute Kommunikation
  • Einfühlungsvermögen und Empathie

Für ein Fernstudium benötigen Sie außerdem Disziplin, Motivation und Ehrgeiz. Wenn Sie neben Ihrer Arbeit noch die empfohlenen acht bis zwölf Stunden Lernaufwand pro Woche betreiben, wird das eine zusätzliche Belastung sein. Somit kann Ihnen auch eine gute Organisation nur dienlich sein.

Kosten des Fernstudiums

Die Kosten für ein Fernstudium Psychologischer Berater liegen je nach Anbieter zwischen 1.400 und rund 3.000 Euro. Wir können Ihnen leider nur wenig genaue Angaben machen, aber wenn Sie das Infomaterial der Anbieter kostenlos anfordern, erhalten Sie auch alle Infos zu den Kosten dazu. Bei der ALH liegen die Gesamtkosten des Fernstudiums bei 1.818 Euro, bei Impulse e.V. kostet das Fernstudium insgesamt 1.404 Euro. Achten Sie darauf, was in den Kosten des Fernstudiums alles enthalten ist. Die ALH gibt zum Beispiel an, dass in den Kosten wirklich alles enthalten ist, also auch Prüfungsgebühren und Ausbildungsmaterialien. Je nach Fernschule werden teilweise nur die Studiengebühren genannt, on top kommen dann aber auch noch Anmelde- oder Prüfungsgebühren und zum Teil Kosten für optionale Präsenzseminare.

Sie sollten auch im Hinterkopf haben, dass Anfahrts- und Unterkunftskosten für Sie anstehen, wenn Sie Präsenzseminare besuchen oder zu der Abschlussprüfung fahren.

Sie haben nicht die finanziellen Mittel, um sich für das Fernstudium Psychologischer Berater anzumelden? Dann erkundigen Sie sich bei den Fernschulen Ihrer engeren Wahl, ob das Fernstudium zum Beispiel AZAV zertifiziert oder anderweit förderfähig ist. Bei vielen Fernlehrgängen können Sie eine finanzielle Unterstützung in Form eine Bildungsgutscheins, Bildungsprämie oder anderen staatlichen Fördermitteln erhalten.

Dauer und Verlauf

Ein Dozent für das Fernstudium Psychologischer Berater unterricht seine Studenten während einer Präsenzphase.Je nach Fernschule dauert das Fernstudium 12 bis 19 Monate, wenn Sie allerdings merken, dass Sie das Studium nicht in der Regelstudienzeit schaffen, können Sie in vielen Fällen das Fernstudium kostenlos um einige Monate verlängern. Sie sollten mit einem wöchentlichen Lernaufwand von acht bis zwölf Stunden rechnen.

Ein Fernstudium ist bei Berufstätigen deshalb so beliebt, weil es viel Raum für Flexibilität lässt. Sie entscheiden, wann und wo Sie lernen.

Zu diesem Zweck wird Ihnen das Lernmaterial von der Fernschule zur Verfügung gestellt. Entweder werden Ihnen Studienhefte per Post zugeschickt (je nach Anbieter sind es zwischen 14 und 23 Hefte) oder Sie laden sich das Material online herunter – mittlerweile bieten viele Fernschulen einen Online Campus an, wo Ihnen viele Services zur Verfügung stehen. Dazu gehört eben auch das zur Verfügung gestellte Lernmaterial.

Sie eignen sich das Wissen in Eigenregie an. Zur Überprüfung Ihres Lernfortschrittes und zur Festigung des Wissens müssen Sie Aufgaben bearbeiten und Ihren Dozenten schicken, welche diese dann korrigieren. Ihr Studium wird häufig mit verschiedenen Lernvideos abgerundet. Auch wenn es sich um ein Fernstudium handelt, sollten Sie mit Präsenztagen rechnen. Die meisten Fernschulen haben verschiedene, mehrtägige Praxisseminare in den Lehrplan integriert, bei anderen Anbietern sind sie optional und kosten zusätzliche Gebühren. Wenn Sie allerdings eine seriöse und fundierte Ausbildung genießen und praktische Erfahrungen sammeln wollen, sollten Sie auf jeden Fall an den Präsenzseminaren teilnehmen. Die Teilnahme an Präsenztagen ist zum Teil auch entscheidend darüber, welches Abschlusszertifikat Sie am Ende des Studiums erhalten.

Je nach Anbieter müssen Sie am Ende eine Abschlussprüfung schreiben. Für mehr Infos zum genauen Ablauf des Fernstudiums, erkundigen Sie sich bei den Fernschulen auf den Webseiten oder fordern Sie das kostenlose Studienmaterial an.

Anerkennung des Fernstudiums

Wir haben es eingangs schon erwähnt: Bei dem Fernstudium Psychologischer Berater handelt es sich streng genommen nicht um ein akademisches Fernstudium, Sie erhalten nach Abschluss also keinen akademischen Abschluss wie einen Bachelor oder einen Master, sondern ein institutsinternes Zertifikat. Ein solches hat nicht den gleichen Stellenwert wie ein akademischer Abschluss.

Dennoch lohnt es sich darauf zu achten, ob sowohl das Fernstudium Psychologischer Berater als auch die Fernschule eine Anerkennung von offizieller Stelle erhalten. Bekannt ist zum Beispiel die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) oder auch die AZAV Zertifizierung, mit der Sie einen Teil des Fernstudiums von der Agentur für Arbeit finanziert bekommen. Wenn die Fernschulen Ihre Fernstudiengänge mit einem der offiziellen Siegel versehen, dann können Sie davon ausgehen, dass die Anbieter seriös sind und die Kurse ein Mindestmaß an Qualität erfüllen.

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