Berufsbegleitendes Studium – Grundlegende Infos, Daten & Fakten

Sind Sie auf der Suche nach neuen Impulsen für den Berufsalltag? Oder haben Sie nach dem  Schulabschluss eine betriebliche Ausbildung absolviert und stellen nun fest, dass Ihr Wunsch nach einem beruflichen Aufstieg wegen des fehlenden akademischen Abschlusses nicht erfüllt werden kann? Sie können oder wollen aber nicht als Vollzeitstudierender in die Hochschule zurück? Dann kommt für Sie ein berufsbegleitendes Studium, das sich mit einer Vollzeitbeschäftigung kombinieren lässt, in Frage.

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Diese Infos finden Sie auf unserer Webseite:

Ueber unser PortalDieser Studienführer wurde im Jahr 2008 von Studienberatern privater und öffentlicher Hochschulen gegründet. Wichtig ist aber zu wissen, dass die Inhalte unabhängig erstellt und in keinster Weise von Hochschulen beeinflusst worden sind. Dies gilt insbesondere für die Erfahrungsberichte von berufsbegleitenden Studierenden.

Die Überlegung, solch eine Webseite ins Netz zu stellen, kam aus den tausenden Studienberatungen mit den oftmals wiederkehrenden Fragen wie:

  • Ist ein berufsbegleitendes Studium überhaupt vom Arbeitgeber anerkannt?
  • Welche Studienmöglichkeiten habe ich? Fernstudium, Abendstudium, Onlinestudium?
  • Das Angebot ist so groß – gibt es keinen Ratgeber, wie man wirklich das richtige nebenberufliche Studium findet?
  • Wie finanziere ich mein Studienvorhaben?

Auf diese und noch viele weitere Fragen geben wir hier auf Studieren-Berufsbegleitend.de Antworten. Im linken Menü finden Sie alles, was Sie über die Studienwahl, die Vereinbarkeit mit dem Beruf- und Familienleben, die Finanzierung etc wissen müssen.

Um festszustellen, was Arbeitgeber über ein berufsbegleitendes Studium denken, haben wir sogar mit der Hochschule Fresenius eine Studie durchgeführt.

Des Weiteren haben wir in unseren beiden großen Datenbanken alle nebenberuflichen Studiengänge aufgeführt. Eine Datenbank ist sortiert nach Postleitzahlengebieten – das sind die Abend- und Teilzeitstudiengänge. Hier ist die Nähe zum Arbeitsplatz oder zur Wohnung wichtig, um die Vorlesungen zu besuchen. Die andere Datenbank enthält alle Fernstudiengänge in Deutschland und ist nach Fachbereichen sortiert. Denn bei einem Fernstudium ist der Standort der Hochschule (meistens) egal; es ist ja schließlich ein Studium aus der Ferne.

Neuulm

Sie sind nicht allein – Das berufsbegleitende Studium in Zahlen & Fakten!

Die Nachfrage nach nebenberuflichen Weiterbildungs- und Studienangeboten ist in den letzten Jahren mehr und mehr gestiegen. Dies zeigen die beiden folgenden Grafiken sehr eindrucksvoll. Es werden zwar leider nur die Zahlen für das Fernstudium erhoben und nicht für das Abendstudium/ berufsbegleitende Präsenzstudium, dennoch geben Sie einen guten Überblick über den nebenberuflichen Weiterbildungsmarkt:

Fernstudium Studierende
(Grafik: Teilnehmende im Distance-Learning 2003 – 2011, Quelle: Fernunterrichtsstatik des Forum Distance Learning)

Man sieht, dass die Nachfrage nach Fernunterricht in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Den größten Block machen die schulischen Angebote bzw. Fernlehrgänge aus, bei denen kein akademischer Titel, sondern z.B. eine staatliche Prüfung/ IHK-Prüfung am Ende steht. Das sind beispielsweise Angebote wie “Abitur nachholen”, Lehrgang “Speditionssachberarbeiter” oder auch eine Weiterbildung “Sporternährung”. Die meisten dieser Angebote werden von der ZFU – Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht begutachtet und zugelassen. Die ZFU wurde durch den Staatsvertrag über das Fernunterrichtswesen für alle Länder der BRD errichtet. Sie ist die zuständige Behörde zum Schutz der Teilnehmer am Fernunterricht.

Wie man auch sehen kann, ist vor allem die Zahl der Fernstudierenden, die ein akademisches Fernstudium durchlaufen, in den letzten Jahren stark gestiegen. Verdeutlicht wird dies mit dieser Grafik:

Fernstudium Entwicklung
(Grafik: Entwicklung der Studierendenzahl in akademischen Studiengängen 2003 – 2011, Quelle: Fernunterrichtsstatik des Forum Distance Learning)

Dieser Trend wird durch zwei Dinge forciert: Der wachsenden Nachfrage nach berufsbegleitenden Möglichkeiten, um sich “fit(ter) für die berufliche Zukunft zu machen und dem wachsenden Angebot und der damit einhergehenden präsenter werdenden Werbung für das lebenslange Lernen. Dementsprechend ist die Zahl der Fernstudiengänge in den letzten Jahren stark gewachsen. Zahlreiche deutsche Universitäten und Fachhochschulen bieten ein berufsbegleitendes Studium an. Dazu kommt eine steigende Zahl privater Anbieter. Als Studieninteressent hat man eine große Auswahl, über die es sich zu informieren gilt.

Wichtig ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass das Studium mit einem staatlich anerkannten Abschluss endet. (Informationen u.a. im Artikel “Wie anerkannt ist ein berufsbegleitendes Studium“) Zudem sollte der Studienort bei einem nebenberuflichen Präsenzstudium nicht zu weit vom Arbeitsplatz entfernt liegen. Dies gilt natürlich nicht für ein Fernstudium, bei dem die Unterlagen per Post oder Internet zugestellt werden.

Nebenberufliches Studium – der Aufbau:

Bei berufsbegleitenden Abend- und Teilzeitstudiengängen absolviert der angehende Akademiker sein Pensum in der Freizeit durch Begleitseminare und das Selbststudium. Der berufliche Alltag läuft weitestgehend unberührt vom Studium weiter. Der Studienalltag ist meist so aufgebaut, dass man an zwei bis drei Tagen in der Woche abends und samstags ganztägig Vorlesungen und Seminare besucht. Ein weiteres Modell ist die Veranstaltungen von Blockseminaren, die z.B. 1x im Monat von Freitags bis Sonntags durchgeführt werden. Bei einem Fernstudium kann man sich die Zeit freier einteilen. Einen Überblick über die Unterschiede zwischen berufsbegleitendem Präsenzstudium/ Abendstudium und einem Fernstudium gibt dieser Artikel.

Voraussetzungen für ein berufsbegleitendes Studium:

Die Grundvoraussetzungen, die Sie für ein berufsbegleitendes Studium mitbringen müssen, sind meistens eine Berufstätigkeit vor dem Studium im Umfang von in der Regel ein bis drei Jahren. Einige Hochschulen erkennen auch andere Tätigkeiten als berufliche Erfahrungen an, so z.B. auch nebenberufliche ehrenamtliche Tätigkeiten. Oft, aber nicht immer, wird gefordert, dass die Studierenden eine “einschlägige” Ausbildung absolviert haben. Teilweise kann aber auch schon in der Ausbildung berufsbegleitend studiert werden.

Für alle nebenberuflichen Studienangebote gilt: Prüfen Sie sorgfältig! Und dazu gehören sowohl die Information bei mehreren Hochschulen/ Anbietern als auch Gespräche mit dem Vorgesetzten oder der Personalabteilung. Zudem sollte man seine Idee des berufsbegleitenden Studiums in jedem Fall mit dem Partner oder der Familie besprechen, denn die Belastung wird nicht nur finanziell, sondern auch zeitlich hoch sein . Hält man das anspruchsvolle Programm aber durch, winken einem viele neue Karrieremöglichkeiten, da die Kombination aus Berufsausübung und gleichzeitigem Studium neben dem Beruf sehr positiv im Lebenslauf wirkt und als Nachweis von Belastbarkeit und Engagement gilt. Das haben bereits mehrere Studien festgestellt.

Fazit: Ein Studium neben dem Beruf zu absolvieren ist eine echte Herausforderung. Aber es lohnt sich!

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