Erfahrungsbericht: Berufsbegleitendes Studium an der Northern Business School


Name Younes Melhem
Alter 31
Aktuelle berufliche Station: Offizier bei der Bundeswehr (Zeitsoldat)
Berufsbegleitender Studiengang: Betriebswirtschaft (Bachelor)
Berufsbegleitende Studienzeit: -
Berufsbegleitendes Studium bei: Northern Business School



Sehr geehrter Herr Melhem, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für unser Interview nehmen. Wie sind Sie zu dem Entschluss gekommen, ein berufsbegleitendes Studium zu beginnen?

Da meine Dienstzeit bei der Bundeswehr bald beendet ist, stand für mich eines fest: Ich möchte weiterhin in einer Führungsposition arbeiten, auch im Zivilberuf. Ich bin davon überzeugt, dass eine akademische Ausbildung dafür genau das richtige ist. Zudem wollte ich auch – oder vielleicht gerade wegen meines Alters- ein „frisches Studium“ auf dem Arbeitsmarkt vorzeigen können. Vor allem wollte ich aber direkt nach meinem Dienstzeitende weiter arbeiten und nicht erst noch 3 Jahre studieren. Daher ist für mich das Studium am Ende meiner Dienstzeit, ohne meinen Beruf in dieser Zeit aufgeben zu müssen, genau das richtige.

Sie haben sich für ein berufsbegleitendes Studium an der Northern Business School in Hamburg entschieden. Wieso sollte es ein Abend- und kein Fernstudium sein?

Ich hatte die Sorge, dass bei einem Fernstudium der direkte Kontakt zu den Dozenten, aber auch zu meinen Kommilitonen, fehlen würde. Gerade wenn man mal etwas nicht verstanden hat und nachfragen möchte. Dieses „Einzelkämpfer-Studien-Image“ war auch bei meinen Kommilitonen ein ausschlaggebender Grund gegen das Fernstudium. Bei einem Abend- bzw. berufsbegleitenden Studium habe ich meine Vorlesungen und den Kommilitonenkreis wie ein normaler Student, eben nur am Wochenende. Bei den Vorbereitungen auf die Klausuren hat sich das als sehr hilfreich erwiesen.

Sicherlich macht man sich vor der Aufnahme eines berufsbegleitenden Studiums jede Menge Gedanken, ob man dies auch durchziehen kann. Wie lief die Entscheidungsphase bei Ihnen ab? Was raten Sie anderen Abendstudium-Interessenten?

Primär war da natürlich der Gedanke an die zeitliche Belastung. Egal ob man von Haus aus sehr diszipliniert ist oder auch nicht, eins sollte einem klar sein: Ein Studium ist mehr als eine Ausbildung nebenbei. Mir war allerdings schnell klar, dass ich um ein Studium nicht herum kam. Des weiteren lag mein Abitur bei Studienbeginn nun schon 11 Jahre zurück. Ich hatte Sorge, dass besonders der Bereich Mathematik eine enorme Herausforderung sein wird. Wenn ich etwas aber immer nur in Erwägung ziehe, aber nie in Angriff nehme, wird auch nichts passieren. Also Augen „auf“ und durch!

Und was können Sie im Nachhinein zu diesen anfänglichen Gedanken sagen? Hat sich alles zum Guten gewendet?

Nun unsere Dozenten sind wirklich hervorragend. Sie wissen, was es bedeutet, berufsbegleitend zu studieren und haben so auch mal an einem Freitag Abend um halb neun die Geduld aufgebracht, Lerninhalte ggf. ein zweites Mal zu erklären. Gerade im Bereich Mathematik war ich erstaunt, wie gut ich mitgekommen bin. Der Zeitaufwand ist allerdings nach wie vor nicht zu unterschätzen.

Sie haben sich für Ihr Abendstudium für die Northern Business School entschieden. Was waren Ihre Gründe dafür?


Zum einen, dass die Vorlesungen am Wochenende stattfinden, zum anderen die Nähe zu meinem Wohnort Hamburg. Die Tatsache, dass das Studium in den Räumlichkeiten der Bundeswehr-Universität in Hamburg durchgeführt wird, hat mich dann noch zusätzlich in meiner Entscheidung gestärkt. Sämtliche Universitäts-Einrichtungen sind vor Ort. Besonders die Bibliothek war sehr hilfreich. Dass die Northern Business School die Studiengänge in Kooperation mit staatlichen Hochschulen anbietet, war für mich ein wichtiger Faktor. Als Student bin ich an einer staatlichen Hochschule eingeschrieben und studiere, über die Northern Business School organisiert, in Hamburg.

Bitte geben Sie uns einige Einblicke in das berufsbegleitende Studium an der Northern Business School. Mit wie vielen Kommilitonen studiert man? Wie sind die Studienzeiten? Herrscht Anwesenheitspflicht? Wie ist die Betreuung? Wie läuft ein typisches Semester ab? Wie viele Prüfungen hat man zu schreiben?

Grundsätzlich sind wir pro Kurs/Vorlesung ca. 20-25 Studenten, was in Hinblick auf die Betreuung durch die Dozenten natürlich ein absoluter Pluspunkt ist. Die Northern Business School hat sich da gerade in der Betreuung sehr hervorgetan und war jederzeit ansprechbar und offen für individuelle Herausforderungen. Die Vorlesungen finden Freitag abends zwischen 18:00Uhr und 21:15Uhr sowie Samstags von 08:30- 17:00 Uhr statt. Mit anderen Worten, man hat eine Sechs-Tage-Woche. Eine Anwesenheitspflicht besteht im Rahmen der „studentischen Freiheit“ selbstverständlich nicht. Nur warum sollte ich viel Geld für etwas bezahlen, was ich dann am Ende nicht nutze?! Pro Semester hat man fünf Module, für die man entweder eine Klausur am Ende schreibt oder in Einzelfällen eine Hausarbeit einreicht. Maximal also fünf Klausuren pro Semester.

Wie hoch ist denn im Schnitt der wöchentliche Zeitaufwand für das Studium an der Northern Business School?

Die Vorlesungen allein sind ca. 12 Stunden. Dann hängt es davon ab, wie leicht einem die Lerninhalte fallen oder nicht. Aber ich denke, zwischen 8-10 Stunden sollte man im Idealfall in der Woche noch dazu rechnen. In den Prüfungsphasen steigt der Zeitaufwand dann noch einmal deutlich höher. Das klingt jetzt vielleicht viel, aber im Alltag gewöhnt man sich schnell daran. Es gab natürlich auch Phasen, in denen man erst kurz vor den Klausuren angefangen hat mit dem Lernen, dafür war es dann eben mehr.

Was gefällt Ihnen an Ihrem berufsbegleitenden Studium Betriebswirtschaft an der Northern Business School gut? Und was sind die negativeren Aspekte?

Der doch sehr familiäre Kreis der Studenten, also die „Leidensgemeinschaft“, hat sich als sehr gute Unterstützung erwiesen. Die Möglichkeit den Dozenten in den Pausen oder auch danach noch einmal persönlich ansprechen zu können, ist ein Luxus, den man nicht unterschätzen darf. Nicht direkt negativ, aber dennoch ein Nachteil ist natürlich die mangelnde Freizeit. Die Familie und der Freundeskreis muss sich auch erst daran gewöhnen, dass man jetzt Samstags erst Abends Zeit hat. Die Freizeit beschränkt sich damit auf den Sonntag, den man dann allerdings auch intensiver geniesst. Auf der anderen Seit muss man sich fragen, was man am Samstag sonst getan hätte? Vielleicht lange schlafen und dann auf dem Sofa rum liegen. So nutzt man meiner Meinung nach das Wochenende viel effektiver.

Bitte vervollständigen Sie zum Schluss diesen Satz: Man sollte ein berufsbegleitendes Studium beginnen, wenn ….

… man ein Ziel vor Augen hat und bereit ist, aktiv an seiner Zukunft zu arbeiten.

Herr Melhem, wir danken vielmals für die netten und offenen Antworten und wünschen Ihnen für Karriere weiterhin alles Gute!