Berufsbegleitendes Präsenzstudium versus Fernstudium


Die Frage, ob ein berufsbegleitendes Studium als Präsenz- oder Fernstudium besser und zielführender ist, beschäftigt sehr wahrscheinlich jeden angehenden berufsbegleitenden Studierenden. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die Unterschied zwischen den beiden Studienvarianten und hoffen, damit bei einer Entscheidungsfindung zu helfen.

Berufsbegleitendes Präsenzstudium:
Im Gegenteil zu einem Fernstudium müssen die Studierenden für Lehrveranstaltungen und Prüfungen bei einem Präsenzstudium persönlich in der Hochschule anwesend sein. Die (verpflichtenden) Präsenzphasen finden meist werktags an Abenden sowie am Wochenende ganztägig statt.

Ein typischer nebenberuflicher Studienalltag sieht dann z.B. so aus:
Dienstags und Donnerstags von 18:00 – 21:00 Uhr Unterricht sowie Samstags von 10:00 – 16:00 Uhr weitere Blockseminare. Die Klausuren sind überwiegend schriftlicher Form und abends in der Hochschule zu schreiben. Dabei kann die Klausur eines Seminars auch schon mal unmittelbar nach Abschluss der jeweiligen Blockseminare erfolgen, so dass die Belastung zum Semesterende hin vermindert wird. Dazu kommen Hausarbeiten und Referate, die in der freien Zeit vorzubereiten sind.

Der Studierende verbringt also einen großen Teil der Studienzeit auf dem Campus, hört Vorlesungen, schreibt im Unterricht mit und tauscht sich von Angesicht zu Angesicht mit seinen Kommilitonen aus. Networking lässt sich hierbei natürlich sehr gut betreiben.


Derartige Studien- und Unterrichtsangebote sind meist in den Wirtschaftswissenschaften und im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens, aber auch in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen zu finden.

Fernstudium:
Für manche Berufstätige ist ein Fernstudium eine echte Alternative zum Präsenzstudium. Das gilt z.B. dann, wenn der Wohnort weit entfernt von potenziellen Hochschulen und Bildungseinrichtungen liegt oder wenn man entweder eingeschränkt mobil oder aber sehr viel unterwegs ist.

Beim Studium an einer Fernhochschule werden die Lerneinheiten und Tests entweder per Post verschickt oder es werden die neuen Medien genutzt. Gelernt wird mit Hilfe interaktiver Kurse im Internet, per CD-ROM oder DVD, und zwar immer dann, wenn der Terminplan es zulässt. Die mündlichen Prüfungen können z.B. über eine Videokonferenz abgeschlossen werden. Ansonsten wird ein Fernstudium meist zu Hause im Selbststudium absolviert. Der Studierende entscheidet dabei selbst, wann welche Lektionen gelernt werden. Somit ist durch das räumlich ungebundene Lernen eine sehr flexible Zeiteinteilung möglich. Manchmal gibt es allerdings, je nach Aufbau des Studiums, auch Präsenz-Zeiten an der jeweiligen Einrichtung bzw. dem dazugehörigen Studienzentrum. Sie dienen der Kontrolle des Lernfortschritts und auch dem direkten Kontakt mit Tutoren und Mitstudenten.

Damit auch ansonsten der Kontakt und das Networking im Fernstudium nicht zu kurz kommen, gibt es oft auch die Möglichkeit, Lerngruppen online zu bilden, bei denen sich die Kommilitonen kennenlernen.

Fazit:
Egal welche Variante man bevorzugt, die meisten berufsbegleitenden Studienangebote dauern, je nachdem, ob ein Diplom-, Bachelor- oder Master-Studium absolviert wird, zwei bis drei Jahre. Ob man nun eher der Typ ist, der sich dadurch motivieren lässt, dass er zur persönlichen Präsenz und einem geregelten Lernablauf sanft gezwungen wird oder am liebsten frei von Ort und Zeit berufsbbegleitend aus Unterlagen lernt, muss jeder ehrlich für sich selbst entscheiden.

Was auf jeden Fall feststeht: Wenn man an einer staatlich anerkannten Einrichtung studiert, erwirbt man sowohl bei einem Fernstudium als auch bei einem Präsenzstudium den gleichen akademischen Grad. Nur die Wege zum Ziel sind anders.