Berufsbegleitendes Studium: Die Finanzierung – Das sind Möglichkeiten

Finanzierung Fernstudium TippsDie meisten Angebote zum Studium neben dem Beruf sind kostenpflichtig. Eine der wichtigsten Fragen bei der Wahl eines nebenberuflichen Studiums ist daher natürlich die Frage nach der Finanzierbarkeit. Dadurch, dass der Studierende hauptberuflich weiter erwerbstätig ist, lässt sich schon ein gewisser Teil der Kosten kompensieren. Aber wie sieht es mit weiteren Förderungsmöglichkeiten aus? Studieren-Berufsbegleitend.de hat Ihnen einige Möglichkeiten der Studienfinanzierung zusammengestellt.

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Zuschüsse/ Sponsoring von der Familie

Finanzierung berufsbegleitendes Studium FamilieDie eigenen Eltern und überhaupt die gesamte Familie sind meist der erste Ansprechpartner, wenn es um Unterstützung zum Studium geht. Inwieweit die familiäre Förderung reicht, ist hingegen individuell verschieden. Denkbar sind ganz unterschiedliche Varianten: Von einem Vorschuss auf das Erbe (heikel, aber eigentlich eine sehr gute Investition) bis hin zur Unterstützung in Form einer kleinen (monatlichen) Finanzspritze. Denn ein berufsbegleitendes Studium kann durchaus mehrere hundert Euro pro Monat kosten.

Das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen

Finanzierung berufsbegleitendes Studium ArbeitgeberViele Arbeitgeber sehen es positiv, wenn sich ihre Mitarbeiter berufsbegleitend weiterbilden. Denn das neu erworbene und erweiterte Wissen kommt dem Unternehmen auch direkt wieder zu Gute (siehe unser Artikel). Aus diesem Grund gibt es oft Unterstützung. Um zu erfahren, welche Formen der Unterstützung Ihr Arbeitgeber anbietet, ist ein Gespräch mit dem Vorgesetzten bzw. der Personalabteilung hilfreich.

Mögliche Beispiele sind:

  • Freizeitunterstützung in Form von Bildungsurlaub bzw. Sonderurlaub
  • Eine jährliche Pauschale als finanzielle Unterstützung
  • Angepasste Arbeitszeitenregelung
  • Erstattung eines Teils bzw. der kompletten Kosten des Studiums nach dem erfolgreichen Abschluss

Sie sollten sich zudem auch genau informieren, was mit evtl. gezahlten Geldern des Arbeitgebers bei einem Abbruch des Studiums passiert. Wir haben übrigens auch Tipps, wie Sie den Arbeitgeber von einem Zuschuss überzeugen, zusammengestellt.

DIPLOMA

Studienkosten steuerlich geltend machen

Von Steuer absetzenKeine direkte Studienfinanzierung, aber Pflicht für jeden, der berufsbegleitend studieren will: Ziehen Sie die Kosten von Ihrer Steuer ab, und zwar als Werbungskosten. Dies gilt, wenn von dem Studium ein Nutzen, z.B. bessere Aufstiegschancen, erwartet werden können. Dabei ist es keine Pflicht, dass die Weiterbildung in Ihrem derzeitigen Berufsfeld stattfindet. Kosten, die abgesetzt werden können, sind Studiengebühren, Bücher, Fachzeitschriften sowie evtl. anfallende Fahrt- und Übernachtungskosten.

Die genauen steuerlichen Infos haben wir hier zusammengestellt:
Berufsbegleitendes Studium von der Steuer absetzen

Für ein Stipendium bewerben

WeiterbildungsstipendiumWussten Sie, dass die Finanzierung für ein berufsbegleitendes Studium auch über ein Stipendium gelingen kann? Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gewährt qualifizierten Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung unter 25 Jahren (+ evtl., je nach Anrechnung, drei weitere Jahre) ein Weiterbildungsstipendium mit einer Förderung bis zu 6.000 Euro innerhalb von drei Jahren. Weitere Informationen finden Sie unter www.weiterbildungsstipendium.de.

AufstiegsstipendiumAn berufserfahrene Personen richtet sich eine weitere Studienförderung des BMBF, das Aufstiegsstipendium. Wer berufsbegleitend studiert, kann mit 2.000 Euro pro Jahr gefördert werden. Voraussetzungen für die Bewerbung sind unter anderem eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Aufstiegsfortbildung sowie Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren. Informationen finden Sie unter www.aufstiegsstipendium.de.

Deutschland StipendiumNoch ein Stipendium: Auch das Deutschland-Stipendium ist für Studierende im Fernstudium oder anderweitig organisierten berufsbegleitenden Studium möglich. Die 300 Euro Unterstützung werden für ein Jahr gezahlt. Danach ist eine Neubewerbung um ein weiteres Jahr möglich. Die Fernuni Hagen vergibt beispielsweise das Deutschland-Stipendium an 15 Studierende.

Weiterhin sollte man sich gezielt bei den für ein berufsbegleitendes Studium in Frage kommenden Hochschulen erkundigen. Oft existieren Stipendienangebote, die aber nicht sonderlich kommuniziert werden.

Bildungsprämie

BildungsprämieEine weitere Möglichkeit, um ein Fernstudium finanzieren zu können, ist die Bildungsprämie. Sie unterstützt erwerbstätige Frauen und Männer mit einem Einkommen bis 20.000 Euro (40.000 bei Verheirateten) mit dem Prämiengutschein – oder dem Bildungssparen. Infos gibt es unter http://www.bildungspraemie.info.

BAföG / Meister-BAföG

Meister-BafögDiese beiden Möglichkeiten haben wir nur der Vollständigkeit halber aufgenommen. Da man für den Anspruch auf BAföG u.a. keine abgeschlossene Ausbildung, kein Vermögen über 5.200 Euro (es zählen z.B. auch PKW) und keinen Monatsverdienst über rund 407 Euro haben darf, kommen Berufstätige hierfür wohl kaum in Betracht. Das Meister-BAföG gibt es nicht für akademische Weiterbildungen, sondern “nur” für zugelassene Lehrgänge.

Aufnahme eines Studienkredits

Wenn die oben genannten Möglichkeiten nicht in Frage kommen bzw. nicht ausreichen, um das berufsbegleitende Studium zu finanzieren, dann ist vielleicht ein Studienkredit das Richtige. Der Markt für Studienkredite ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und man sollte sich auf jeden Fall gut informieren und verschiedene Angebote vergleichen, da die Modalitäten sehr stark variieren.

Förderung speziell für Berufstätige bietet beispielsweise der Festo Bildungsfonds. Auch die staatliche KfW Bank kann in Frage kommen, wenn man unter 44 Jahren auf dem Lebenskonto hat. Ein weiterer Anbieter ist z.B. die Deutsche Bildung.

Hinweis: Wir kennen die Konditionen der einzelnen Anbieter nicht und stehen in keiner Verbindung. Es sind lediglich Beispiele.

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