Patentingenieurwesen

Abschluss

Master

Dauer

5 Semester

Art

Berufsbegleitendes Präsenzstudium

 

Generell klafft eine große Lücke im Ausbildungsstand der Firmenangehörigen bezüglich des gewerblichen Rechtsschutzes. In der Regel verfügen die Ingenieure oder Naturwissenschaftler in den Unternehmen und Forschungseinrichtungen über keine bzw. sehr eingeschränkte Kenntnisse in diesem Bereich. Gleichzeitig sorgen sie mit ihrer erfinderischen Arbeit für die Innovationen, die es zu schützen gilt. Fundiertes Schutzrechtswissen existiert fast ausschließlich bei den Patentanwälten, die aber i.d.R. selbst keine Erfindungen tätigen.
Es ist offensichtlich, dass zwischen diesen beiden „Lagern“ eine große kommunikative und oft auch geografische Distanz herrscht, die dazu führt, dass der klassische Erfinder bzw. auch das zugehörige Unternehmen meist nicht genügend sensibilisiert ist für gewerbliche Rechtsschutzthemen, u.a. welche Voraussetzungen für eine Patenterteilung gelten, wie innerhalb des Unternehmens mit Erfindungen umgegangen werden sollte oder was es zu beachten gilt etc. Können sich Großkonzerne aus strategischen Gründen mit Patentanwälten exzellent ausgestattete Patentabteilungen leisten, um diese Distanz möglichst klein zu halten, so gilt das i.d.R. nicht für klein- und mittelständische Unternehmen. Diese arbeiten üblicherweise mit Patentanwaltskanzleien zusammen, um ihre Erfindungen in Schutzrechte zu überführen.
In enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Betriebswirtschaft, der Carl Zeiss AG und zwei Jenaer Patentanwaltskanzleien wurde der bundesweit einmalige Masterstudiengang Patentingenieurwesen entwickelt, der die o.g. Wissenslücke in den Unternehmen verringern bzw. schließen soll. Die Lehrenden gehören den genannten Fachbereichen, Unternehmen bzw. Kanzleien an, wodurch ein hoher Praxisbezug der Lehre und eine direkte Anwendbarkeit der Inhalte garantiert werden.

 

 

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