Den Arbeitgeber vom Teilzeitstudium überzeugen – So klappt es!
Jeder, der sich mit der Aufnahme eines berufsbegleitenden Studiums, egal ob Abendstudium oder Fernstudium, beschäftigt, steht irgendwann vor der Frage, ob man den Arbeitgeber darüber informieren sollte oder lieber nicht. Mancher angehende Teilzeitstudent entscheidet sich dagegen, weil er Angst vor Nachteilen im Arbeitsalltag hat oder sich nicht in die Karten gucken lassen möchte. Viele Arbeitnehmer entscheiden sich aber, ihrem Chef vom Studium zu erzählen und dadurch zum einen Verständnis, zum anderen eventuell sogar Unterstützung zu erhalten. Welche Formen der Unterstützung es gibt, sind im Artikel „Unterstützung vom Arbeitgeber für ein berufsbegleitendes Studium – Welche Möglichkeiten gibt es?“ beschrieben. In diesem Artikel möchten wir Ihnen drei Argumentationsgrundlagen für das Gespräch mit dem Chef an die Hand geben.
Qualifizierter Nachwuchs aus den eigenen Reihen
Eine Großzahl der Unternehmen würde ihren Nachwuchs lieber aus den eigenen Reihen rekrutieren, als ihn extern zu suchen. Der Vorteil: Es fallen Einarbeitungszeiten weg, das kostspielige Auswahlverfahren (Stelle ausschreiben, Bewerbungen sichten, Kandidaten auswählen) kann sehr verkürzt werden oder sogar wegfallen und der Arbeitnehmer kennt sich auch schon mit dem Unternehmen aus.
Eine Unterstützung des Arbeitsgebers zum nebenberuflichen Studium zahlt sich natürlich mit einer größeren emotionalen Bindung Ihrerseits ans Unternehmen aus. Und Beförderungen scheitern nicht mehr an formellen Vorgaben wie dem Vorweisen eines akademischen Abschlusses. Die optimale Voraussetzung, um den Arbeitgeber vom Teilzeitstudium zu überzeugen: Der Arbeitgeber hält Sie aufgrund durchweg guter Arbeitsergebnisse sowieso für förderungswürdig und findet nun hierüber einen guten Anlass, Sie zu unterstützen.
Mehr Fachwissen = noch bessere Arbeitsergebnisse
Ganz klar: Wer berufsbegleitend studiert, kann sein erweitertes Wissen bereits während des Studiums in die alltägliche Arbeit einbringen. Zudem kann man auch schon vor dem Abschluss des Studiums sicherlich neue Aufgaben übernehmen, da man sich entsprechende Kompetenzen in den Vorlesungen oder per Fernstudium beigebracht hat. Ihrem Arbeitgeber können Sie dadurch noch mehr qualitativ hochwertige Arbeitsergebnisse liefern.
Größere Motivation
Ein weiteres, wenn auch sicherlich nicht ausschlaggebendes Argument, ist die größere Motivation des Arbeitnehmers, also Ihrer Person, sich für die Firma einzusetzen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Es wäre schlecht, wenn der Chef dies so auslegen kann, als wenn Sie derzeit in Ihrem Arbeitsalltag keine Motivation an den Tag legen würden. Eine bessere Argumentation wäre vielleicht darzulegen, dass durch die evtl. zukünftig möglichen neuen Verantwortungsbereiche und/oder Tätigkeitsfelder natürlich auch der persönliche Ehrgeiz geweckt wird. Man zeigt dem Arbeitgeber, dass man nicht immer auf der Stelle treten möchte und sich auch mit Hilfe des vieldiskutierten Themas „Lebenslanges Lernen“ immer bestens auf künftige Herausforderungen vorbereitet.
Was man sonst noch beachten sollte
Auf jeden Fall sollten Sie sich sehr gut über die Vorlesungsinhalte informieren. Dazu hilft es beispielsweise, eine telefonische Beratung bei der ausgewählten Hochschule in Anspruch zu nehmen. Wenn der Chef nämlich fragt, wie Sie Ihre durch ein berufsbegleitendes Studium erworbenen Kenntnisse einsetzen wollen (siehe Punkt 2 „Fachwissen“), sollten Sie ihm das genau aufzeigen können. So wird ihm bewusst, wie sein Unternehmen von Ihrem Teilzeitstudium profitiert.
Außerdem: Rechnen Sie schon mal durch, wie viel Zeit das Fernstudium/Abendstudium in Anspruch nehmen wird – und zeigen Sie Ihrem Chef, wie Sie den zusätzlichen Aufwand im Arbeitsleben unterbringen werden. Das beruhigt Arbeitgeber, denen natürlich in erster Linie das Wohl der Firma und Ihr voller Einsatz als Arbeitskraft wichtig ist. Im Endeffekt profitieren dann beide Seiten – Ihr Arbeitgeber und Sie.



