Erfahrungsbericht: Wirtschaftswissenschaften an der FOM Marl/Essen
| Name | Cathrin Scholtyssek-Zitzmann |
| Alter | 28 |
| Aktuelle berufliche Station: | Vertrieb/ Marketing in der Immobilienbranche |
| Berufsbegleitender Studiengang: |
Wirtschaftswissenschaften (Diplom) |
| Berufsbegleitendes Studium seit: | 2006 |
| Berufsbegleitendes Studium bei: | FOM Marl/ Essen |
Sehr geehrte Frau Scholtyssek-Zitzmann, Sie haben während Ihrer Ausbildung in einer Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung ein berufsbegleitendes Abendstudium begonnen? Wie kamen Sie zu dem Entschluss?
Ich habe vorher an der Universität Duisburg-Essen in Vollzeit studiert. Da mir jedoch der praktische Bezug fehlte, habe ich mich dazu entschlossen eine Ausbildung zu beginnen. Gleichsam war es mir jedoch sehr wichtig mein Studium zu beenden. Nach Anerkennung sämtlicher Scheine, welche ich an der Universität Duisburg- Essen erworben habe, konnte ich als „Quereinsteiger“ mein Studium an der FOM fortsetzen. Somit hatte ich die Möglichkeit Theorie und Praxis miteinander zu verbinden und gleichzeitig den Abschluss einer Ausbildung und den eines Diplomes zu realisieren.
Sie haben Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule für Oekonomie und Management, kurz FOM, studiert und machen dort gerade Ihren Abschluss als Diplom-Kauffrau. Warum haben Sie sich für diese Institution entschieden? Wäre ein Fernstudium eine Alternative gewesen?
Für mich wäre ein Fernstudium nicht in Frage gekommen, da es für mich wichtig war innerhalb der Vorlesungen die Dozenten kennen zu lernen um direkt aufkommende Fragen bezüglich des Lernstoffes zu klären. Desweiteren war für mich die Zusammenarbeit mit den Kommilitonen sehr wichtig. Ein Fernstudium erscheint mir wesentlich unpersönlicher.
Die FOM ist einer der größten und bekanntesten Anbieter von berufsbegleitenden Studiengängen. Wie ist die Studienatmosphäre dort?
Im Vergleich zu meinem Studium an der Universität Duisburg-Essen konnte ich feststellen, dass sowohl die Dozenten, als auch die weiteren Mitarbeiter an der FOM wesentlich engagierter und bemühter den Studierenden gegenüber traten als diese, welche an einer üblichen Universität tätig sind. Auch die Studierenden wiesen ein wesentlich größeres Engagement auf, als der Großteil der Studenten im Vollzeitstudium. Ich denke, dass diese Tatsachen dadurch begründet werden, dass ein Studium an der FOM zum Einen sehr teuer ist und zum Anderen die Studenten während des Studiums große Entbehrungen bezüglich ihres Privatlebens zu leisten haben. Den Zusammenhalt der Studierenden an der FOM habe ich als relativ groß empfunden, da jeder Kommilitone die Situation des Anderen verstand. Wenn aus beruflichen Gründen zeitliche Engpässe entstanden, konnte man sich auf die Hilfe der Kommilitonen zum Großteil verlassen
.
Wie hoch ist denn so durchschnittlich der wöchentliche Zeitaufwand für das Studium?
Durchschnittlich 20 Std./ Woche. (Vorlesungen + Nacharbeiten der Vorlesungsinhalte). In den Klausurphasen war der Zeitaufwand je nach Umfang der Klausur wesentlich höher.
Und was können Sie über die Schwierigkeit der Studieninhalte sagen?
Der Schwierigkeitsgrad der Fächer war völlig unterschiedlich. Natürlich fielen mir Fächer, welche in beruflichem Zusammenhang standen wesentlich leichter.
Können Sie anderen Interessenten die FOM empfehlen?
Ja, ich würde immer wieder ein Studium an der FOM konventionellen Studiengängen vorziehen, da Theorie und Praxis miteinander verbunden werden.
Haben Sie manchmal mit Motivationsproblemen zu kämpfen, wenn gelernt werden muss? Falls ja, wie bekämpfen Sie sie?
Ja, gerade wenn mir die Inhalte von Fächern überhaupt nicht entgegen kamen. Desweiteren war es schwierig in beruflichen Stresssituationen die Motivation zu finden, die wenige „Freizeit“ mit dem Lernen zu verbringen. Da wir uns jedoch meist in Lerngruppen auf die Klausuren vorbereitet haben, motivierten wir uns innerhalb der Gruppe gegenseitig.
Bitte vervollständigen Sie zum Schluss diesen Satz: Man sollte berufsbegleitend studieren, wenn …
… man karriereorientiert und bereit dazu ist, innerhalb eines absehbaren Zeitraumes sein Privatleben zurück zu stellen.
Frau Scholtyssek-Zitzmann, wir danken für die offenen Worte und wünschen viel Erfolg für die weitere Karriere.

