Erfahrungsbericht: Berufsbegleitend studieren an der FOM Neuss


Name Verena Schmitz
Alter 23
Aktuelle berufliche Station: Abteilung Personalentwicklung
Berufsbegleitender Studiengang: Wirtschaftswissenschaften (Diplom)
Berufsbegleitendes Studium seit: 2007
Berufsbegleitendes Studium bei: FOM Neuss



Sehr geehrte Frau Schmitz, Sie haben direkt nach Ihrer Ausbildung ein berufsbegleitendes Studium begonnen? Wie kamen Sie zu dem Entschluss?

Ich konnte mir nach meinem Abitur nicht vorstellen, ein klassisches Vollzeitstudium zu beginnen. Aus diesem Grund habe ich nach Alternativen gesucht und bin somit auf die Möglichkeit des Dualen Studiums gestoßen. Die Möglichkeit Theorie und Praxis zu verbinden hat mich überzeugt. Ich musste mich nicht zwischen einer Ausbildung und einem Hochschulstudium entscheiden, sondern habe von Beginn an beides miteinander verbunden.

Sie studieren derzeit Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule für Oekonomie und Management, kurz FOM. Warum haben Sie sich für diese Institution entschieden? Wäre ein Fernstudium eine Alternative gewesen?

Die FOM ist Kooperationspartner meines Ausbildungsunternehmens, der ThyssenKrupp Services AG. Somit hatte ich, was die Institution betrifft, keine Auswahlmöglichkeit.

Die FOM ist einer der größten und bekanntesten Anbieter von berufsbegleitenden Studiengängen. Wie ist die Studienatmosphäre dort?

Die Studienatmosphäre an der FOM ist sehr familiär. Im Grundstudium waren in meinem Semester ca. 100 Studenten, im Hauptstudium hatten wir Kurse von max. 20 Teilnehmern. Man hatte also die Möglichkeit schnell mit jedem ins Gespräch zu kommen. Dies ist sicherlich an einer normalen Universität oder Fachhochschule nicht in dem Maße möglich.
Die Dozenten an der FOM haben jederzeit ein offenes Ohr für ihre Studenten. Der Kontakt ist sehr eng, vor allem im Hauptstudium.

Wie hoch ist denn so durchschnittlich der wöchentliche Zeitaufwand für das Studium?

Ich denke, der wöchentliche Zeitaufwand für das Studium an der FOM ist von Student zu Student unterschiedlich. In meinem Fall war es so, dass ich zumindest im Grundstudium meist nur kurz vor und in den Klausurphasen gelernt habe. Während des Semesters habe ich mir meist am Wochenende ein paar Stunden Zeit genommen um den Stoff der Woche aufzuarbeiten und für die Klausurvorbereitung zusammenzufassen.
Im Hauptstudium musste ich aufgrund von Fallstudien, Seminararbeiten und Präsentationen deutlich mehr Zeit investieren. Während dieser Zeit kam es oft vor, dass ich auch während der Woche nach den Vorlesungen noch gelernt habe.


Und was können Sie über die Schwierigkeit der Studieninhalte sagen?

Im Grundstudium ist es sicherlich so, dass einem manche Fächer mehr und manche weniger liegen. Grundsätzlich ist es jedoch so, dass alle Klausuren am Ende eines Semesters zu schaffen sind, wenn man sich ausreichend darauf vorbereitet. Für mich persönlich war es immer wichtig, bei dem Großteil der Vorlesungen auch wirklich anwesend zu sein. Dies erspart eine Menge Zeit bei der Nachbereitung und erleichtert die Vorbereitung auf die Klausuren. Die Dozenten an der FOM gestalten ihre Vorlesungen meist sehr praxisnah und bereiten ihre Studenten gezielt mit Übungen auf die Klausuren vor.
Das Hauptstudium ist mir persönlich weniger schwer gefallen, da ich die Fächer wählen konnte, die meinen Interessen und beruflichen Zielen entsprachen.

Können Sie anderen Interessenten die FOM empfehlen?

Für Interessenten, die ausbildungs- oder berufsbegleitend studieren möchten, ist die FOM sicherlich empfehlenswert, da sehr stark auf die Bedürfnisse von Berufstätigen eingegangen wird.

Haben Sie manchmal mit Motivationsproblemen zu kämpfen, wenn gelernt werden muss? Falls ja, wie bekämpfen Sie sie?

Sicherlich gibt es Tage, an denen man wenig motiviert ist, etwas für sein Studium zu tun. In Klausurphasen muss man sich überwinden, denn ohne einen gewissen Lernaufwand ist es unmöglich die Klausuren zu bestehen. Manchmal hilft es, sich ein paar Stunden durch Sport oder andere Dinge abzulenken. Das macht den Kopf frei.
Mir hat es geholfen, dass ich mir stets das Ziel vor Augen hatte. 3,5 Jahre vergehen aus heutiger Sicht manchmal schneller als einem lieb ist.

Bitte vervollständigen Sie zum Schluss diesen Satz: Man sollte berufsbegleitend studieren, wenn …

…man Theorie und unternehmerische Praxis miteinander kombinieren möchte und innerhalb kürzester Zeit zu einem anerkannten Hochschulabschluss gelangen möchte. Wichtig ist, dass man voll und ganz hinter seiner Entscheidung steht, denn ein berufsbegleitendes Studium erfordert eine Menge Disziplin.

Frau Schmitz, wir danken für die offenen Worte und wünschen viel Erfolg für die weitere Karriere.