Erfahrungsbericht: Fernstudium BWL an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH)
| Name | Daniel Platl |
| Alter | 28 |
| Aktuelle berufliche Station: | Teamleiter Kundenbetreuung bei CWS-boco |
| Berufsbegleitender Studiengang: |
Betriebswirtschaft (Bachelor of Arts) |
| Berufsbegleitendes Studium seit: | 01/2008 |
| Berufsbegleitendes Studium bei: | Hamburger Fern-Hochschule (HFH) |
Sehr geehrter Herr Platl, Sie sind Teamleiter in einer Niederlassung eines Konzerns. Wie motiviert man sich, noch ein Fernstudium neben dem Berufsleben zu absolvieren?
Die Motivation für das Fernstudium beruht auf dem persönlichen Wunsch nach einer akademischen Ausbildung. Diese Zielsetzung ist für jemanden ohne Abitur nicht ganz so einfach zu erreichen, allein diese Herausforderung bringt schon viel Motivation mit sich.
Was war der Grund dafür, sich noch mal akademisch weiterzubilden und ein Fernstudium zu beginnen?
Nachdem ich bereits einen IHK-Fachwirt nebenberuflich absolviert hatte, musste ich feststellen, dass diese Form der Weiterbildung nicht durchgängig akzeptiert wird. Auch wenn diese Kurse sehr breit weiterbilden, hängt die Wertschätzung stärker vom Arbeitgeber ab, als bei akademischen Abschlüssen. Somit war der nächste logische Schritt der zum akademischen Abschluss.
Haben Sie sich vor Studienbeginn gefragt, ob Sie ein Fernstudium durchziehen würden oder könnten? Und was sagen Sie nun zu diesen anfänglichen Gedanken?
Nach Analyse der Möglichkeiten standen dort viele Optionen, die in ein Fernstudium führten. Dies führte natürlich zu vielen Zweifeln, insbesondere die zur eigenen Motivationsfähigkeit und zum Durchhaltevermögen.
In der Zwischenzeit sehe ich das alles etwas entspannter. Wenn man das Studium mit seinen privaten und beruflichen Zielen, aber auch Belastungen in Einklang bringt, gewinnt man die Motivation schon allein daraus, gesteckte Ziele zu erreichen.
Generell kann ich aber anmerken, das ich durchaus durch das Studium auch strukturierter und konsequenter geworden bin, etwas das man vorab nie genau vorhersagen kann.
Was ist Ihr Rezept gegen Motivationsprobleme? Was raten Sie anderen Interessenten oder Fernstudenten?
Die richtige Balance zu finden ist einer der Wege aus der Motivationsfalle. Insbesondere die Balance zwischen Planung, notwendigem Druck und sonstigen Verpflichtungen. Ohne Planung verliert man sich schnell in seinen Bemühungen. Hat man aber überschaubare Ziele, an denen auch Belohnungen anknüpfen, kann man die Motivation auch über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten.
Da man als Fernstudent oft auf alltägliche Dinge verzichtet, werden diese eben wertvoller und eine Radtour, ein schönes Essen oder selbst eine Folge der Lieblingsfernsehserie werden somit zur Belohnung, auf die es sich hinzuarbeiten lohnt.
Auf lange Sicht ist es hilfreich, sich das endgültige Ziel vor Augen zu halten – beispielsweise mit einem Motivationsblatt, welches sichtbar am Lernplatz angebracht ist.
Mit der Hamburger Fern-Hochschule haben Sie sich für einen der größeren Anbieter auf dem Markt entschieden. Was waren Ihre Gründe dafür?
Für mich war der Hauptgrund für die HFH, dass das Gesamtpaket meinen damaligen Wünschen und Ansichten sehr nahe kam. Die Kosten lagen im Mittelfeld, das nächste Studienzentrum ist sowohl per Bahn als auch per Auto schnell zu erreichen, die möglichen Studienschwerpunkte waren interessant und vor allem war mir die starre Semesterstruktur sehr wichtig, da diese einen Teil der Selbstmotivation übernimmt.
Zwischenzeitlich ist mir vor allem der letzte Punkt nicht mehr so wichtig, ich würde auch flexibler studieren, wenn ich könnte. Allerdings ist das Gesamtpaket aus Leistung, Betreuung und den gebotenen Möglichkeiten bei der HFH so gut, das ein Wechsel nicht in Betracht kommt.
Geben Sie uns doch mal Einblicke in das Fernstudium an der HFH. Wie erhalten Sie Ihre Lernunterlagen? Läuft viel über Online-Plattformen? Wie ist die Betreuung? Gibt es Präsenzphasen? Wie läuft ein typisches Semester ab?
Die Lernunterlagen liegen bei der HFH in allen Studiengängen grundsätzlich als Studienbriefe vor. Diese ca. 40-80seitigen aufbereiteten Unterlagen bilden je nach Umfang ein abgeschlossenes Modul. Durchschnittlich hat man somit ca. 1200 DIN A4 Seiten in 4 Modulen pro Semester zu bearbeiten.
Da die Klausuren zentral gestellt werden gibt es keine vorgegebenen Schwerpunkte – hieraus ergibt sich, dass sämtliche Inhalte der Studienbriefe für die Klausuren relevant sein können. Hieraus ergibt sich der größte Teil der Vorbereitungszeit, die Unterlagen zu sichten und die wichtigen Elemente zu erarbeiten.
Ergänzt wird die Vorbereitung mit Präsenzphasen pro Modul, welche in allen Studienzentren deutschlandweit angeboten werden. Dozenten aus der Praxis bieten dabei Hilfestellungen zum besseren Verständnis.
Der zeitliche Ablauf gestaltet sich meist so, dass die ersten 3 Monate des Semesters von der Vorbereitung und den Präsenzphasen dominiert werden. In der zweiten Hälfte erfolgen die Klausuren, welche ebenfalls deutschlandweit zur gleichen Zeit durchgeführt werden – somit kann jeder Student an jedem beliebigen Standort seine Prüfung mit den gleichen Chancen ablegen.
E-Learning Angebote gibt es bei der HFH nicht, allerdings findet man natürlich einen WebCampus mit allen nötigen Informationen, weiterführenden Unterlagen sowie Kontaktdaten zur Studienfachberatung, welche neben den Dozenten zur Verfügung steht. Meist erhält man so bereits nach 24h die Antwort auf seine Fragen.Die Betreuung in allgemeiner Hinsicht ist sehr gut, die Zentrale in Hamburg ist gut erreichbar und man wird auch wie ein Kunde behandelt und nicht „nur“ wie ein Student.
Was gefällt Ihnen am BWL – Fernstudium an der Hamburger Fern-Hochschule gut? Und was sind die negativeren Aspekte?
Positiv empfinde ich für mich vor allem die Möglichkeit mit einem gewissen externen Druck trotzdem sehr autark arbeiten zu können, da der Stoffumfang zwar sehr detailliert aber trotzdem abgegrenzt ist. Somit habe ich die Wahl mir 4 Module entsprechend meinen Vorkenntnissen und Interessen einzuteilen und somit ein optimales Ergebnis daraus zu ziehen – ein Umstand der bei Präsenzunterricht nicht ganz so einfach wäre.
Negativ zu bewerten sind Dinge wie nicht aktuelle Studienbriefe oder Fehler in den Unterlagen. Die HFH druckt diese natürlich in großer Auflage, allerdings findet man in einigen wenigen Modulen eben Punkte, die bereits mehrfach überholt sind. Das ist natürlich schade, da man eine aktuelle Ausbildung erwartet.
Da es sich hierbei aber meist um generelle Themen handelt kann ich darüber hinwegsehen. Immerhin gibt es für wichtige Punkte meist eine passende Errata.
Wie hoch ist denn im Schnitt der wöchentliche Zeitaufwand für das Studium an der HFH?
Im Durchschnitt benötige ich ca. 13 Stunden pro Woche für das Studium. In der Vorbereitungszeit ist es meist etwas weniger, in Klausurwochen kann die Belastung aber auch auf 25 Stunden oder mehr ansteigen. Generell versuche ich aber, lieber kontinuierlich zu lernen als regelmäßig solchen Spitzen ausgesetzt zu sein.
Man liest oft, dass in einem Fernstudium jeder für sich alleine lernt und man, anders als bei einem berufsbegleitenden Präsenzstudium, seine Mitstudenten nicht richtig kennt und keine Kontakte knüpfen kann. Was sagen Sie dazu?
Glücklicherweise ist die HFH hier ein Mittelding. Die regelmäßig durchgeführten Präsenzphasen und die starre Semesteranordnung sorgt dafür, dass man stets mit den gleichen Kommilitonen zusammentrifft.
Auch wenn es im Semester maximal zu 10 Terminen kommt, lernt man seine Mitstreiter dennoch kennen und kann weitere Kontakte knüpfen. Da ich den direkten Vergleich zur Präsenzweiterbildung habe, kann ich durchaus bestätigen das die Intensität der Kontakte um einiges geringer ist.
Bitte vervollständigen Sie zum Schluss diesen Satz: Man sollte ein Fernstudium beginnen, wenn ….
… man seine eigene Leistungsfähigkeit gut einschätzen kann und sich Dinge selbst schneller erarbeitet als es im Unterrichtsgespräch möglich ist.
Herr Platl, wir danken vielmals für die netten und offenen Antworten und wünschen Ihnen für Karriere und Fernstudium weiterhin alles Gute!


