Erfahrungsbericht: Berufsbegleitendes Studium an der FOM


Name Oliver Bruns
Alter 27
Aktuelle berufliche Station: Bayer MaterialScience Ltd in Hong Kong
Berufsbegleitender Studiengang: Betriebswirtschaft (Diplom)
Berufsbegleitende Studienzeit: 08/2003 – 07/2006
Berufsbegleitendes Studium bei: FOM Essen



Sehr geehrter Herr Bruns, Sie haben während Ihrer Ausbildung zum Industriekaufmann ein BWL Studium an der FOM absolviert. Wie kamen Sie zu dem Entschluss, gleichzeitig noch einen akademischen Abschluss draufzusetzen?

Ich habe bei der Bayer AG das Ausbildungsprogramm „Marketing and International Business Studies“ absolviert. Bestandteil dieser Ausbildung waren sowohl eine Ausbildung zum Industriekaufmann als auch ein Betriebswirtschaftsstudium an der FOM Essen.

Das Studium war die ideale Ergänzung zur sehr praktisch angelegten Ausbildung zum Industriekaufmann, hat einige Themen vertieft und bei anderen Themen dort aufgebaut, wo die Ausbildung Grenzen gesetzt hat.

Das gesamte Ausbildungsprogramm betrachtend war das Studium an der FOM Essen ein Zwischenschritt zwischen der Ausbildung zum Industriekaufmann und dem nachfolgenden MBA Studium, was ich an der China Europe International Business (CEIBS) in Shanghai absolvieren durfte und worauf ich durch das Studium an der FOM sehr gut vorbereitet wurde.

Konnten Sie das Erlernte aus dem BWL Studium direkt in Ihrer Ausbildung bzw. täglichen Arbeit umsetzen?

Eindeutig ja, obwohl ich das erlernte Wissen nicht auf die Zeit der Ausbildung begrenzen möchte. Ich denke, es ist eines der Hauptvorteile eines berufsbegleitenden Studiums, das Erlernte entweder direkt umsetzen zu können oder aber zumindest zeitnah im realen Unternehmensumfeld beobachten zu können.

Ein berufsbegleitendes Studium zahlt sich also nicht erst nach dem Abschluss aus?

Richtig. Darüber hinaus war es von Vorteil, dass auch meine Kommilitonen bereits praktische Erfahrung vorweisen und damit einen zusätzlichen Wert schaffen konnten.

Sie haben an der Fachhochschule für Oekonomie, kurz FOM, studiert. Warum haben Sie sich für diese Institution (und damit für ein Präsenzstudium) entschieden?

Die Bayer AG hatte im Rahmen des „Marketing and International Business Studies“ Ausbildungsprogrammes eine Kooperation mit der FOM. Mit dem Beginn der Ausbildung bei Bayer habe ich mich bei der FOM eingeschrieben.

Wäre ein Fernstudium eine Alternative für Sie gewesen?

Es ist für mich schwer, die Vor- und Nachteile eines Fernstudiums zu bewerten, da ich die Erfahrung nicht gemacht habe. Die Vorteile eines Präsenzstudiums liegen für mich in dem persönlichen Kontakt zu Kommilitonen und Lehrenden. Hiervon habe ich nicht nur während des Studiums profitiert, sonder tue dies noch immer. Es ist auch langfristig ein hilfreiches Netzwerk.

Die FOM ist einer der größten Anbieter berufsbegleitender Studiengänge. Bitte berichten Sie uns ein wenig über die Studienbedingungen und -atmosphäre.

Positiv hervorzuheben sind die kleinen Gruppengrößen, in denen die Kurse gehalten wurden. Hierdurch konnten die Vorlesungen interaktiv gestaltet werden, bestimmte Themen sehr speziell auf die Gruppe angepasst und auch Fähigkeiten wie Präsentationstechniken ausgebaut werden.


Die Atmosphäre war stets freundlich, hilfsbereit und offen. Ich erinnere mich, dass wir in einigen Kurse noch lange nach der Vorlesung mit unseren Dozenten beim Bier zusammen gesessen haben um interessante Themen weiterzudiskutieren. Auch aktuelle berufliche Fragestellungen konnten jederzeit mit den Dozenten diskutiert werden.

Die Erreichbarkeit von Administration und Dozenten war sehr hoch und so bekamen wir auf Anfragen in der Regel innerhalb kuerzester Zeit eine Antwort.

Wie bereits erwaehnt, war es von großem Vorteil, dass unsere Kommilitonen ebenfalls ueber ein gewisses Mass an praktischer Erfahrung verfuegten, wodurch neben den praxisnahen Dozenten ein weiterer Bezug zum alltaeglichen Unternehmensgeschehen hergestellt wurde.

Was gefiel Ihnen am BWL Studium an der FOM gut? Was waren die negativeren Aspekte?

Praxisnahe Dozenten und Themen, hohes Engagement aller Beteiligten und ein gutes Angebot von Vorlesungen sehe ich als Stärken der FOM.

Die Vielzahl der Studienorte haben sowohl den Vorteil geringer Anfahrtszeiten für viele Studenten als auch das dadurch bedingte schnell wachsende Alumninetzwerk. Leider bedingt dies allerdings auch, dass Studenten eher einen Bezug zum ‚eigenen’ Studienort aufbauen, als zur FOM als Ganzes. Durch die räumliche Entfernung ist eine Interaktion mit Komilitonen anderer Studienorte nur begrenzt möglich.

Die FOM ist sehr praxisnah und dies sehe ich als Stärke. Es wird darüber hinaus ein ausgewogenes Mass an Theorie vermittelt. Wer allerdings seinen Schwerpunkt in der akademischen Forschung sieht, wird sich wahrscheinlich eher woanders gut untergebracht füehlen.

Würden Sie rückblickend anderen Interessenten zu einem Studium an der FOM raten?

Interessierten, die ein praxisnahes, berufsbegleitendes Studium suchen, kann ich die FOM bedenkenlos empfehlen.

Wie groß war die zeitliche Belastung durch das berufsbegleitende Studium? Wie sah es mit der Vereinbarkeit von Studium und Job bzw. Freizeit aus?

Auch wenn die zeitliche Belastung nicht unerheblich ist, so legt die FOM dennoch sehr viel Wert auf die Vereinbarung mit dem Job und hat ein genügend grosses Kursangebot, was eine gewisse Flexibilität erlaubt.

Bitte vervollständigen Sie zum Schluss diesen Satz: Man sollte ein berufsbegleitend studieren, wenn …

…Studieninhalt und Praxis zeitnah miteinander verbunden werden sollen.

Herr Bruns, vielen Dank für die offenen Antworten und alles Gute für die weitere berufliche Laufbahn.